Donnerstag, 19. Mai 2011

Buchrezension: Ash - Malinda Lo





268 Seiten
Altersempfehlung: ab 12
Droemer Knaur Verlag
(2010) Gebunden
ISBN: 9783426283448
Publikationssprache: Deutsch
12,99 Euro





 

Klappentext:
Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleicht sie sich in die Wälder - denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können. Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt ...

Rezension:
Vorneweg muss ich sagen, dass in dem Buch homosexuelle Inhalte vorkommen. Ich habe es gekauft ohne dies zu wissen, da es nirgen erwähnt wird, wenn man sich allerdings mit der Autorin beschäftigt erfährt man, dass diese in einer lesbischen Beziehung lebt. Wem dies nicht zusagt, sollte dieses Buch stehen lassen.

Als Ashs Mutter stirbt findet ihr Vater realtiv schnell eine neue Frau und stirbt daraufhin selbst kurz darauf. Die böse Stiefmutter, die nur ihren eigenen Profit interessiert, zwingt Ash dann für sie wie eine Sklavin, ohne Bezahlung, zu arbeiten, da Ashs Vater angeblich Schulden hatte, die sie jetzt begleichen müsse.
Es fängt also an wie klassische Cinderella Story. Jedoch spielen in diesem Buch auch ganz andere Inhalte eine Rolle. Die Menschen auf dem Land glauben, dass es neben ihrer noch eine Feenwelt gibt und dass die Feen ihnen ihre Liebsten holen in dem sie sie verführen und mit in ihre Welt nehmen. Die Menschen in der Stadt glauben da nicht mehr daran und so entsteht öfters ein Interessenkonflikt zwischen den Philosophen und den alten Kräuterhexen.

Die Hauptfigur, Ash ist ein sehr symphatisches und bodenständiges Mädchen. Sie hat sehr früh, mit dem Tod ihrer Eltern, Alles verloren und steht nun vor dem Nichts. Dass sie nach jedem Strohhalm greift ist sehr gut nachvollziehbar. Sie ist mutig und liebenswert und gerade deshalb habe ich sie während des Lesens sehr in mein Herz geschlossen. Sie liebt Märchen, was mir am besten in dem Buch gefallen hat. Die Märchen die erzählt wurden hätte ich gerne in der extendet Edition als eigenes Buch, Dankeschön :D
Auch alle anderen Charaktere wie die Jägerin oder der Feenmann haben mich sehr begeistert. Weniger leiden konnte ich hingegen die Stiefmutter, sowie ihre beiden Töchter. Die eine Arrogant bis zum geht nicht mehr und die andere ohne wirkliche Persöhnlichkeit im Schatten ihrer Schwester. Also so, wie bei dem richtigen Aschenputtel Märchen auch.
Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich leicht und flüssig lesen. Ich hatte keinen Moment das Bedürfnis es wegzulegen. Es glänzt nicht mit außerordentlicher Spannung, aber zieht einen doch in einen märchenhaften Bann, den einen nicht mehr los lässt bis man die letzte Seite gelesen hat.
Natürlich ist die Idee nichts Neues, aber die neue Umsetzung ist der Autorin sehr gut gelungen und bietet einen anderen Blickwinkel auf die Geschichte in der nicht der Prinz am Ende eine Rolle spielt.

Fazit:
Ein Buch das mir persöhnlich sehr gefallen hat, und das auch allen gefallen wird die Feen mögen und nichts gegen homosexualität haben.




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