Donnerstag, 29. September 2011

Buchrezension: Wenn ich bleibe - Gayle Forman


 

232 Seiten
Transworld Publ. Ltd UK 
Sprache: Englisch
Young Adult Fiction
ISBN: 9781862308312
Publikationssprache: Englisch
7,34 Euro




270 Seiten
Publikationssprache: Deutsch
Übersetzung: Ernst, Alexandra
Blanvalet Verlag
ISBN: 9783764503512
16,95 Euro 







Klappentext:
Bleiben oder gehen, lieben oder sterben?
Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben - oder ihrer großen Liebe zur Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert?
Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen?

Infos am Rande:
Hinten im Buch sind Statements der Autorin, was sie sich wo gedacht hat, unter anderem auch bei der Musikauswahl (was mir gut gefallen hat); ein Interview und Diskussionsansätze. Finde ich nicht schlecht, so erfährt man mehr über die Story hinter der Story.

Reihe:
1. If I stay - Wenn ich bleibe
2. Where She went - Lovesong

Zur Aufmachung:
Ich persöhnlich mag das englische Cover lieber. Es sagt mehr aus meiner Meinung nach. Das Mädchen, dass da liegt, mit Schnee im Haar, scheint für mich wie aus einer Verfilmung gerissen. Der Moment an dem sie auf dem Boden aufschlägt nach dem Unfall. Sie liegt einfach nur da und atmet, während sich langsam ihre Augen schließen und sie ins Koma fällt. was mich an diesem Cover aber richtig stört ist der Satz "Für alle Twilight Fans!" Ähm, hallo, was hat das Buch denn mit Twilight gemein? NICHTS!! Meiner Meinung nach Kundenverarsche!
Das deutsche Cover ist schlicht, aber auch nicht schlecht. Das weis des Baumes deutet für mich auf Schnee hin, also auf den Unfall und die eine und einzige Blüte an diesem Baum symbolisiert nicht nur Hoffnung, sondern auch Leben und Liebe.

Rezension:
Ich dachte dieses Buch sei völlig unbekannt, denn ich hatte noch nie davon gehört. Aus Zufall hab ich bei der Bildersuche zu dieser Rezension entdeckt, dass so ziemlich alle bekannten ViodeRezensenten bei Youtube dieses Buch schon gelesen und gerevewt haben. Und sie waren ALLE restlos begeistert. Sie haben Rotz und Wasser geheult und empfehlen es uneingeschränkt.
Ich persöhnlich hatte meine Probleme mit diesem Buch.
Die Protagonistin hat gerade ihre ganze Familie verloren! Sie selbst liegt im Koma und war mehr als einmal kurz davor zu sterben! Und all das scheint ihr am Arsch vorbei zu gehen. Mia zeigt keinerlei Reaktion. Wenn ich meine Familie verliere dann heul ich, rast ich aus, bin ich fertig mit den Nerven und frag mich die ganze Zeit ob ich es hätte verhindern können oder warum es mich nicht getroffen hat und so weiter und sofort. Von Mia kommt GARNICHTS! Das könnte ich ja verschmerzen, wenn sie dann wenigstens garkeine Gefühle hätte, wenn sie quasi als Geist alles nur stumpf wahrnimmt, aber das ist ebenfalls nicht der Fall, denn an anderer Stelle merkt man sehr wohl, dass sie Gefühle hat. Genau das selbe sieht man bei ihrer Familie. Keiner trauert um den Verlust den sie erlitten haben, alle interessieren sich nur für Mia und hocken im Wartezimmer. Dies viel mir auch schon auf ca. Seite 50 auf und hat mich den Rest des Buches mit einem bitteren Nachgeschmack lesen lassen.
Was mich auch gestört hat ist die Tatsache, dass dieser Konfikt, um den es eigentlich im Buch gehen sollte, "geh ich oder bleib ich", fast garnicht ausgearbeitet war. Man hatte eigentlich nie das Gefühl, dass Mia sich damit groß auseinandersetzt. 
Was das Buch für mich gerettet hat ist einmal der Stil, der hat mir nämlich sehr gut gefallen, wobei ich nur für die englische Version sprechen kann. Dann die ganzen Flashbacks die einem die Familie und Mias Leben näher bringen was ich sehr interessant fand und was den Figuren Charakter verliehen hat. Und zu guter letzt der Musikaspekt. Musik spielt eine entscheidende Rolle in diesem Buch. Mias Eltern stehen auf Rock, ihr Vater was mal Schlagzeuger in einer Band, Mias Freund ist Gittarist (?) in einer Rockband und sie selbst ist eine Genie am Chello. Im Buch werden immer wieder verschiedene Musikstücke erwähnt und ich habe es genossen mir eben diese beim Lesen anzuhören.

Fazit:
Ich habe nie geweint und besonders "heftig" fand ich das Buch auch nicht.
Dieses Buch wird nicht jedem gefallen.
Mir hat es gefallen, zwar nicht uneingeschränkt, aber es war nicht schlecht.
Wer sich so viele Gedanken macht wie ich und sich selber mal in die Situation reinversetzt wird vielleicht das selbe zu bemängeln haben wie ich.


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