Dienstag, 13. September 2011

Buchrezension: XVI - The Sign - Julia Karr





480 Seiten
Übersetzung: Spangler, Bettina
Altersempfehlung: ab 13
cbt Verlag
ISBN: 9783570307724
Publikationssprache: Deutsch
8,99 Euro









325 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
SPEAK Verlag
(2011) Kartoniert / Broschiert
ISBN: 9780142417713
Publikationssprache: Englisch
8.99 USD








Klappentext:
Nichts fürchtet die in einer nahen Zukunft lebende Nina so sehr wie ihren sechzehnten Geburtstag. Obwohl die meisten Mädchen dieses Datum kaum erwarten können: Sie bekommen ein Tattoo und dürfen nun legal Sex haben. Doch Nina ahnt, dass mehr hinter diesem Tattoo steckt. Als kurz darauf ihre Mutter bei einem brutalen Anschlag ums Leben kommt, erfährt Nina: Ihre Mutter gehörte zum Widerstand - und ihr totgeglaubter Vater ist am Leben, irgendwo im Untergrund. Sie setzt alles daran, ihn zu finden - und gleichzeitig sich und ihre Halbschwester vor dem Zugriff des Regimes zu schützen. Da verliebt sie sich in Sal, einen Widerstandskämpfer. Doch kann sie ihm trauen? 

Reihe:
1. XVI - The Sign
2. Truth - ?
3. ? 

Zur Aufmachung:
Die Idee des Englischen Covers finde ich super klasse, auch der Titel, Hammer! Die Umsetzung finde ich allerdings nicht so gelungen, das Mädchen gefällt mir einfach nicht... Der Buchrücken ist allerdings supercool! Dann ist da noch diese qualität englischer Bücher, ich hab immer das Gefühl die sind vom Umschlag bis zum Papier einfach billiger als deutsche Bücher...
Das deutsche Cover finde ich super! Diese Aufmachung, GEIL! Aber WARUM haben sie den Titel geändert??!! Der Titel zwar nicht unpassend, aber XVI ist tausendmal besser und der neue Titel ruiniert das Cover für mich auch ein bisschen.

Allgemeine Rezension:
Ich weis garnicht mehr wie lange ich dieses Buch schon haben wollte! Ich habe mich sooo sehr darauf gefreut und jetzt, nachdem ich es gelesen habe, bin ich Zwiegespalten. Ich fand es gut, keine Frage, aber meiner Meinung nach hat sich die Autorin nicht genug Zeit für dieses Buch genommen. Vieles hätte ich mir ausführlicher gewünscht, vorallem das Ende war von vorne bis hinten durchgehetzt und der Höhepunkt des Buches auf vielleicht 20 Seiten gepresst. An dieser Stelle war ich etwas enttäuscht, denn bis dahin hatte mir das Buch wunderbar gefallen. Es hat mir auch noch danach wunderbar gefallen allerdings hätte es mir ausführlicher besser gefallen. Allgemein finde ich das die Autorin noch mindestens 100 Seiten mehr schreiben können, nicht um das Buch zu strecken sondern um alles zu erzählen was erzählt werden muss.
Wie schon gesagt hat mich das Ende ziemlich enttäuscht. Es endet aprupt und man fühlt sich wie vor den Kopf gestoßen weil man das Gefühl hat man steht erst am Anfang der Erzählung und plötzlich endet alles. In Band zwei wird die Geschichte wahrscheinlich weitererzählt, aber jeder der das Buch gelesen hat wird sich wie ich fragen "Was sollte dieses Ende denn jetzt?". Es hat einfach nicht gepasst und der Schnit zu Band 2 ist unglücklich gewählt. Trotzdem habe ich am Ende Tränen in den Augen gehabt.
Der Schreibstil von Julia Karr ist sehr angenehm und jugendlich, wie es sich für ein Jugendbuch ja auch gehört. Man könnte die Art vielleicht mit der vergleichen, die Scott Westerfeld in der Ugly Reihe an den Tag gelegt hat. Ich kann allerdings nur für die englische Version sprechen, wie sich die Übersetzung da noch auswirkt kann ich nicht sagen.
Ich frage mich jedoch schon die ganze Zeit wie wohl der Begriff "sex-teen" anstelle von "sixteen" ins Deutsche übertragen wird.

Die Charaktere:
Die Charaktere fande ich alle ziemlich stark. Mit der Protagonistin Nina konnte man sich gut identifizieren auch wenn ich als 20-Jährige manchmal den Kopf schütteln und einfach dieses "Typisch Teenager" im Kopf hatte.^^ Ihre beste Freundin Sandy bildete einen guten Gegencharakter zu ihr. Sie lässt sich stark von den Medien beeinflussen und ist ziemlich stur. Was mir besonders gefiehl, war dass sie neben ihrem "Nuttigen"-Äußeren noch einen kindlichen Kern hatte, sie steht auf Kühe. Fand ich sehr süß.
Sal ist meiner Meinung nach einer der schwächeren Charaktere, denn man erfährt fast nichts über ihn, er ist ziemlich undurchschaubar, wieder dieser coole Typ der es halt immer sein muss in Jugendbüchern. Ich wünsche mir langsam mal ein Jugendbuch in dem man eben nicht den perfekten Partner hat, der super gut aussieht und eh von anfang an alles weis, versteht und Kontrolle über vieles hat.
Am besten gefallen hat mir Wei, sie ist eine starke Frau mit Kämpfernatur *like*
Insgesamt fande ich die Chraktere sehr gelungen.

Die Liebesgeschichte:
Nun ja. Die Liebesgeschichte. Diese "Liebe auf den ersten Blick aber eigentlich will ich garnicht lieben" Thematik die auch in jedem zweiten Jugendbuch aufgegriffen wird nervt mich. Und natürlich darf auch das pseudo Missverständniss nicht fehlen, das fast alles ruiniert und dann ist es aufeinmal vergessen und alles ist toll. Das einzige was mich wirklich überzeugt hat an dieser Beziehung ist das Nina keinen Sex haben möchte. Sonst ist man es eigentlich gewöhnt (*Twilight* *hust*) dass die Protagonistin seid dem Anfang der Beziehung eigentlich nur das eine will und die ganze Zeit darüber redet wie sehr sie doch mit ihrem Freund endlich schlafen will. Das war hier nicht so.
Was ich etwas komisch fand, man kann es aber auch auf diese Teenager Sache schieben, ist dass jemand verliebt in eine Person ist und 2 Tage später plötzlich in eine andere. Was für mich aber sehr sehr unglaubwürdig war, ist dass eine Person sich nach langjähriger Freundschaft plötzlich in einen verliebt. Fand ich sehr komisch,aber man könnte es auch so auslegen, dass er nur dachte er liebt sie, weil er sich plötzlich für Mädchen interessiert und sie die erstbeste hübsche Vertreterin des Geschlechts war. Würde auch mit dem "Ich verliebe mich alle zwei Tage neu" Verhalten zusammenpassen.
Insgesamt konnt emich die Liebesgeschichte nicht so wirklich überzeugen.

Die Dystopische Welt:
Ich weis nicht so recht. So ganz konnte mich diese Zukunftsvorstellung nicht überzeugen. Jeder Mensch mit impliziertem Ortungssender und diese exreme Medienkontrolle kann ich mir durchaus für eine Zukunft vorstellen. Was mich störte war doch diese ganze Sache mit dem Tattoo. Mit 16 bekommt man ein Tattoo, dass einen Volljährig macht und ab da darf man Sex haben. Vergewaltigungen von 16-Jährigen sind normal, sie wollen es ja nicht anders, jeder darf alles mit ihnen machen?! Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass es mal so eine Zukunft geben wird und das die Menschen, vorallem die Frauen das mit sich machen lassen.
Was mir hingegen wieder besser gefallen hat war diese Art Kastensystem. Ich glaube wirklich, dass es mal so kommen wird. So wie sich die Gesellschaft heute immer mehr in arm und reich aufspaltet.

Fazit:
Ja, mein Fazit. Man könnte meinen ich würde dieses Buch schlecht bewerten, aber trotz aller Kritik die ich geäußert habe hat mir das Buch doch sehr gut gefallen. Wie schon gesagt war ich sehr zwiegespalten, was man vielleicht an der ausführlichkeit und länge dieser Rezension merkt, ich habe mir sehr viele Gedanken zu diesem Buch gemacht.
Alles in Allem, empfehle ich dieses Buch jedem, der Dystopien mag.


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