Dienstag, 18. Oktober 2011

Aufreger: FAZ Bericht über BuchBlogger und BuchVlogger


Wie auch viele Andere komme ich auch nicht umhin mich über diesen Bericht auszuregen. Wer ihn noch nicht gelesen hat, >HIER< ist der Link.
Dieser Bericht ist einfach SCHRECKLICH und absolut NIVEAULOS! Ich fühlte mich stark an den RTL Bericht über die GamesCom2011 erinnert.

Aufgeregt wird sich in dem Bericht im Grunde darüber, dass Menschen die keine Ahnung von Literatur haben Bücher rezensieren. Gut und schön, ja wir haben nicht Deutch und Literatur studiert, wir haben auch nicht umbedingt all die Klassiker gelesen von Goethe, Schiller, usw. (Ich persönlich musste einige davon in der Schule lesen, und ja ich fand sie schlecht! Da kommt für mich überhaupt keine Freude beim Lesen auf!) und ja für uns spielen auch banale Sachen wie das Cover eine Rolle. Achja und ich verwende weder "meine Kentnisse aus dem Deutschunterricht" noch irgendwelche "Bewertungen bei Amazon" als Referenz für meine Rezensionen. Was ein Schwachsinn!

Wir machen Rezensionen für Menschen die wie wir selbst sind, NICHT für Literaturmagazine oder Literaturproffesoren und genau deshalb müssen wir auch nicht deren Ansprüche gerecht werden. Wir sind Laien, aber wir lernen auch mit der Zeit genauso wie alle anderen die einer Tätigkeit nachgehen immer professioneller zu werden. Das spiegelt sich auch in meinen Rezensionen wieder.

Während ich am Anfang meiner Bloggerzeit nur oberflächlich bewertet habe ala "Das Buch ist soo toll! 5 Sterne" obwohl es einige Sachen gab die mich störten, aber das Ende war so spannend, dass ich garnicht mehr darüber nachgedacht habe und es einfach als "toll" abgestempelt habe, nehme ich mir jetzt die Zeit nocheinmal darüber nachzudenken. Ich versetze mich nachträglich in die Person hinein und beschäftige mich mit dem Thema des Buches, usw. Dabei stelle ich mir Fragen wie:
Ist das realistisch was die Person da erlebt, bzw. die Gefühle die sie dabei hat? Wie ist die Verlagsarbeit, passt das Cover zum Inhalt, wie steht es mit dem Titel? Wie sind die Charaktere, konnte ich einen Draht zu ihnen entwickel oder waren sie nur blasse Figuren die ich nach 2 Tagen vergessen habe? Hat das Buch eine Botschaft, wie wurde diese rübergebracht? War das Buch flüssig zu lesen, bzw. wie ist es geschrieben?
Aber bei all dem, spiegelt das nur MEINE persöhnliche Leihenmeinung wieder. Ich versuche weder stilistische Mittel, noch Grammatik oder sonst was zu bewerten, sondern: Was hat mir gefallen, was nicht, und gefällt das Buch auch anderen Lesern die so sind wie ich?

Auch die Zitate die in dem Bericht aufgeführt werden stellen auf keinster Weise die Wirklichkeit der Blogger- und Vloggerszene dar. Natürlich gibt es manche die sich in der ein oder anderen Situation nicht umbedingt besonders durchdacht ausdrücken, aber auch das gehört nunmal zum Laiendasein dazu!
Da wir natürlich selbst Leser und Sammler sind und uns das Aussehen von dem was wir sammeln wichtig ist (Ich hab noch nie einen Sammler getroffen der die Sachen die er sammelt hässlich findet ôo) ist uns auch das Aussehen der Bücher wichtig, und da spielt es nunmal auch eine Rolle ob ein Buch Leserillen, hervorhebungen oder sonstwas hat. Das das in diesem Bericht so verissen wird finde ich UNTER ALLER SAU!
Die Behauptung alle Videorezensenten wären stark geschminkt, wären alle total von anderen Medien Beeinflusst (was die Verfasser dieses Artikels bestimmt überhaupt nicht sind...) und hätten keine wirkliche eigene Meinung finde ich ebenfalls UNVERSCHÄMT!
Zu guter letzt wird auch noch Reni von FragdieGurus angegriffen, die Erstens: Keine Buchbloggerin ist sondern ein BeautyGuru der hin und wieder mal über Bücher redet, Zweitens: Auch niemals den Anspruch hatte proffessionell zu sein und Drittens: Videos machen kann über was sie möchte!

Allgemein gilt, wir machen Rezensionen vom Leser für den Leser und haben nie den Anspruch gehabt ernsthafte Literaturkritiken zu machen! Ist den Autoren des Berichts eigentlich schonmal aufgefallen, dass kein normaler Leser sich auch nur im geringsten für Literaturmagazine und tiefgehende Analysen der Bücher, die er gerne lesen würde, interessiert, sondern sich vielmehr auf die Empfehlung der Buchverkäuferin oder der Freundin verlässt?! Und eben das wollen wir sein, eine "Freundin", die einem ein Buch empfielt das einem selbst gefallen hat.

Ich könnte mich noch stundenlang aufregen...

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