Dienstag, 18. Oktober 2011

Buchrezension: Delirium - Lauren Oliver



 480 pages
Age Range: Young Adult
Publisher: HarperCollins Publishers
Format: Hardcover
ISBN-13: 9780062112439 
Laguage: English
17,99$

 

400 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
Carlsen Verlag GmbH
(2011) Gebunden
ISBN: 9783551582324
Publikationssprache: Deutsch
18,90 Euro 








Klappentext:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals.
Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Reihe:
1. Delirium
2. Pandemonium (dt. Nov 2012)
3.Requiem (engl. 2013)

Zur Aufmachung:
Ich finde beide Cover nicht umbedingt gut, obwohl ich mir eher das Englische als das Deutsche kaufen würde, einfach weil es mir besser gefällt. Das deutsche Cover finde ich, mit diesem gekritzelten "Liebe" überall, zwar sehr passend zu einer bestimmten Stelle im Buch, aber sowohl verwirrend als auch unordentlich. Wenn ich es anschaue bekomme ich Kopfweh, nich so mein Fall.
Das englische Cover ist wieder eines dieser typischen Cover mit nem Mädchengesicht vorne drauf *sfz* Aber wenigstens kann ich da noch etwas in die Kleinigkeiten hineininterpretieren... Und zwar steht für mich zum Einen das Grün bzw. die Pflanzen an der Seite für Natur, bzw. die Wildniss mit der Lena im Laufe der Buches Konfrontiert wird. Zum Anderen ist diese ganz leicht verwischte/verwackelte Schrift in der "Delirium" geschrieben wurde, für mich, ein Hinweis auf den Zweifel, an allem was ihr über die Liebe erzählt wurde, der langsam an Lena zu nagen beginnt.

Rezension:
Ich habe ganze 17 Tage für dieses Buch gebraucht. Nicht weil es sonderlich schlecht war, sondern ich hatte komischerweise nie das Bedürfniss es in die Hand zu nehmen. Das führte dazu, dass ich leider fast bis zum Schluss nicht wirklich gut in das Buch hinein kam, was ich sehr schade finde, denn es war gut. Jetzt fragt ihr euch, wie kann sie es gut finden wenn sie nicht reinkam?! Ich weis es auch nicht. Es hat sich anefühlt als würde nicht ich dieses Buch lesen, sondern irgendjemand anderes, ich kann es nicht beschreiben, es war komisch...
Bis Seite 300 war ich mir nicht sicher wie ich dieses Buch bewerten soll, aber ab da zog die Spannung immer mehr an und ich muss sagen dass es sich lohnt das Buch gelesen zu haben. Ab da kam ich auch immer mehr in das Buch hinein und die letzen 150 Seiten habe ich fast in einem Rutsch weggelesen weil ich dann wirklich gefesselt war und es nicht mehr weglegen konnte. Allerdings ist ein gewisses Abbruchpotential da, denn nicht jeder möchte 300 Seiten warten bis es richtig los geht.
Das Buch sehr "beschreibend" geschrieben, fast jedes Nomen schmücken 2-3 Adjektive, aber das war für mich in keinster Weise störend. Lauren Oliver versteht sich darauf einen flüssigen Lesefluss zu erzeugen der sowohl angenehm als auch sehr ausführlich ist. Man kann sich die Welt wunderbar vorstellen und auch die Gefühle die Lena für Alex empfindet waren für mich nachvollziehbar (Was relativ selten in Jugendbüchern passiert, normalerweise sehen sie sich, BAM, lieben sich.) und realistisch. Alle wichtigen Charaktere wurden wunderbar ausgearbeitet und beschrieben, da hat Lauren Oliver wirklich ganze Arbeit geleistet!
Teilweise erinnerte mich das Buch ziemlich stark an die "Ugly", "Pretty", "Special" - Reihe von Scott Westerfeld. Aber ich denke das liegt nicht daran dass hier einer vom anderen "abgeschrieben" hat wie es oft bei anderen (*hust*Vampir*hust*) Büchern behauptet wird sondern eher, dass bei beiden Zukunftsvisionen eine Operation gemacht wird, die das Leben des Protagonisten für immer Verändern soll, sie sich dann jedoch verlieben und alles ändert sich. Trotz gewisser Parallelen ähneln sich die Bücher nicht wirklich.
Die Zukunftsvision die hier geschaffen wurde ist ziemlich gut inszeniert: Alle Gefühle werden mit der Operation ausgelöscht, man ist "sicher" vor jeglichem Schmerz der einem die Liebe bereiten soll. Mädchen und Jungs dürfen keinerlei Kontakt haben, man wird "gepaart" nachdem man einen gewissen Test durchlaufen hat und mit seinem Partner bestreitet man den Rest seines Lebens. Alles ist streng Kontrolliert und Bewacht. 
 Ohne Sorgen, ohne Probleme.
Eine erschreckende Vorstellung, die ich mir doch nicht so recht vorstellen konnte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele Menschen sich für ein Leben ohne Liebe entscheiden konnten. Klar ein paar bestimmt, die die grad von ihrem Partner verlassen wurden geben in dem Moment alles dafür den Schmerz nicht mehr spüren zu müssen. Aber das ist ja eher die Minderheit. 
Außerdem habe ich mich während des Lesens gefragt, wie die Menschen trotzdem noch Angst empfinden können, wenn ihnen doch jegliche Liebe, Hass, Fröhlichkeit fehlt.
(Im Buch wird nur erwähnt, dass die Liebe und der Hass verschwinden, aber die geheilten Personen erschienen mir allgemein Gefühllos, wo bei es die eine oder andere Abweichung gab die mich dann irritiert hat.)

Fazit:
Allgemein ein gutes Buch bei dem Warten belohnt wird!



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