Samstag, 21. Januar 2012

Buchrezension: The Always War - Margaret Peterson Haddix






197 pages
Age Range: 12-17 years
Publisher: Simon & Schuster Books For Young Readers
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten 
(2011) Hardcover
ISBN-13: 978-1416995265 
Language: English
16,99$ 
Noch nicht auf deutsch erschienen.




Klappentext:
For as long as Tessa can remember, her country has been at war. When local golden boy Gideon Thrall is awarded a medal for courage, it’s a rare bright spot for everyone in Tessa’s town—until Gideon refuses the award, claims he was a coward, and runs away. Tessa is bewildered, and can’t help but follow Gideon to find out the truth. But Tessa is in for more than she bargained for. Before she knows it, she has stowed away on a rogue airplane and is headed for enemy territory. But all that pales when she discovers a shocking truth that rocks the foundation of everything she’s ever believed—a truth that will change the world. But is Tessa strong enough to bring it into the light?

Zur Aufmachung:
Das Cover ist einfach der HAMMER! Der Titel passt auch perfekt. Habe nichts zu meckern.^^

Rezension:
Dieses Buch war eine absolute Enttäuschung. Das Cover verpsicht sooo viel und man bekommt nichts.
Die Idee, die hinter diesem Buch steckt, ist eigentlich sehr sehr gut, das hat richtig viel Potential, aber die Autorin hat das ordentlich versaut.
Sorry, ich muss jetzt mal Spoilern, aber ich möchte dieses Buch eh keinem ans Herz legen, von daher könnt ihr ruhig lesen um was es geht. Ein Supercomputer der einen Krieg vortäuscht, um die Menschheit davor zu retten, sich selbst zu zerstören und eine Gruppe Jugendlicher deckt das auf!?! Hallo?! Daraus hätte man richtig was machen können! Aber so eine Story kann man nicht auf 200 Seiten quetschen und genau das hat die Autorin getan.

Der Schreibstil, schrecklich! Keine Gefühle, keine Gedanken, keine Bedenken, einfach nur "Jetzt passiert das, dann passiert das, jetzt dies und dann jenes...." Das liest sich einfach überhauptnicht gut, ich war nach 10 Seiten schon kurz davor das Buch abzubrechen, und das will schon was heißen.
Ein kleines Beispiel: "Tessa sitzt in ihrem Zimmer und hört ein Klopfen gegen die Wand, sofort weis sie es ist Morsecode, nachdem sie im Lexikon nachgeschlagen hat, weis sie es ist SOS, jemand brauch Hilfe, sie geht aus der Wohnung." und das war jetzt keine Zusammenfassung, sondern genauso liest sich das ganze. Mal abgesehen davon, dass es total unrealistisch ist, dass Tessa sofort weis, dass das Klopfen überhaupt was bedeutet oder gar Morse Code ist, ist es einfach schrecklich wie die Autorin diesen Handlungsstrang beschreibt.
Man merkt einfach, dass dieses Buch komplett ohne Liebe geschrieben wurde. Ich wage sogar zu behaupten die Autorin wollte dieses Buch garnicht schreiben, sondern wurde dazu gezwungen, jedenfalls liest es sich so.

Was mich auch gleich zum nächsten Punkt bringt. Keine Gefühle, keine Gedanken und keine Ausführungen führen auch unwiederruflich zu flachen, blassen und einfach nur langweiligen Charakteren.

Gideon, ein junger Mann der sein Leben lebt um zu kämpfen und nicht damit klar kommt, dass er Tausende von Menschen getötet hat, auch daraus hätte man sehr viel machen können, aber was bekommt man? Einen Charakter der so uninteressant ist, da lese ich lieber von einer Kuh beim fressen. Wechselnde Perspektiven wären da mal nicht verkehrt gewesen Frau Autorin...
Dann Tessa, einer der nervigsten Hauptcharaktere der vermutlich existiert. Sie denkt die ganze Zeit "Hach ich bin ja so dumm und zu garnichts gut~", und sie hat Recht! Sie fängt an kleine Kinder zu verschlagen, weil sie beim Spielen ein Spinnennetz kaputt machen? Gehts noch?!
Und was bitte ist Dek? Einer der wahrscheinlichst unnötigsten Charaktere ever.

Dann wird noch kurz angekratzt, dass Tessas Eltern irgenwie komisch drauf sind, und Deks Eltern in eier Bombenfabrik starben, aber wirklich darauf eingegangen wird nicht, sodass auch dieser Part in der Geschichte einfach nur an der oberfläche angekratzt und damit vernachlässigt bleibt.

Die Pseudo-Romanze zwischen Gideon und Tessa kann man mit einer Romanze zwischen einem Toaster und einem Schuh vergleichen, sie ist nämlich nicht vorhanden. Die Autorin versucht zwar so etwas wie eine Romanze zu erstellen, aber scheitert auch hier Kläglich. Die komplette Story, im Buch, spielt in weniger als 48 Stunden, wenn man mal von der Medallienverleihung am Anfang des Buches absieht, diese liegt wohl einige Wochen zurück. In dieser Zeit liegt Tessa an Gideon so viel, dass sie mit ihm in ein Flugzeug steigt ohne zu wissen wo es hingeht und ihn mit dem Risiko, dass sie selbst getötet wird aus dem Weg stösst, obwohl die beiden fast nie ein Wort gewechselt haben. Bescheuert? Ja!
Und dieser "Innerliche Zwist" in Tessa auf Gideon sauer zu sein weil er ja doch kein Held ist, einfach unnötig und wohl der klängliche Versuch Tessa doch etwas Charakter zu verleihen. Fail!

Die Zukunftsversion dieser Dystopieverschandelung, ist wie die eigentliche Idee sehr gut. Ein Krieg ums Wasser, sehr realistisch, aber wie alles andere kommt auch dieser Aspekt zu kurz.

Alles in Allem wurde hier aus einer tollen Idee einfach Schrott fabriziert, und zu diesem Buch würde ich sagen: Das könnte sogar ich 10000000000 Mal besser machen!

Das war definitif das erste und letzte Werk dass ich von Frau Haddix gelesen habe und lesen werde.

Fazit:
Es gibt einen Gnadenpunkt für die super Grundidee und das hammergeile Cover.


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