Sonntag, 8. Januar 2012

Buchrezension: Die Stadt der verschwundenen Kinder - Caragh M. O´Brien



 

462 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
Heyne Verlag
(2011) Gebunden
ISBN: 9783453528000
Publikationssprache: Deutsch
16,99 Euro











384 pages
Age range: 12 - 17 Years
Publisher: Square Fish 
(2011) Hardcover
ISBN-13: 9780312674724
Language: English
9,99$






Klappentext:
Sag mir, wo die Kinder sind
Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer der Stadt abgeben - so lautet das Gesetz. Noch nie hat jemand es gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer - und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder ...
Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird ...

Reihe:
1. Birthmarked - Die Stadt der verschwundenen Kinder
1.5. Tortured - ?
2. Prized - Das Land der verlorenen Träume
3. Promised (engl. Okt. 2012) - ? 

Bemerkung:
Die Altersempfehlung finde ich etwas unpassend. Selbst ich, als 20 Jährige Tochter einer Krankenschwester, die schon mehr Dinge gesehen hat als der Otto-Normal-Verbraucher, musste bei einigen Geburtsszenen schlucken. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Zur Aufmachung:
Ich persönlich finde sowohl Titel als auch Cover im englischen besser. Was sollen denn diese perfekten Gesichter, dieser komische Rauch und die Punkte auf dem deutschen Cover? Nach beenden des Buches kann ich nichts mit diesem Cover anfangen. wenn eins der Gesichter wenigstens Gaias Narbe hätten, aber nein, nichts dergleichen. Der Titel, nunja, ist ganz gut, aber "Birthmarked" klingt einfach mysteriöser und passt wie die Faust aufs Auge!

Rezension:
Ich bin eigentlich ohne Erwartungen an dieses Buch gegangen. Es ist eines der wenigen, das ich gekauft habe, ohne vorher irgendwelche Rezensionen gelesen zu haben, was ich fast nie mache. Aber, es hat mich sehr positiv überrascht.
Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die Protagonistin mal keine absolute Schönheit ist. Sie hat eine Narbe im Gesicht die sie in ihrer Gesellschaft schon als "Freak" kennzeichnet und das macht sie, zumindest mir, sehr sympatisch. Denn sie ist einfach nur ein normles Mädchen, dass zwar liebende Eltern und zumindest eine gute Freundin hatte, aber nie wirklich priviligiert wegen ihres Aussehens, noch besonders beliebt bei Jungs gewesen ist. Dieses typische "Hachja, ich bin voll hübsch, aber ich realisiere es garnicht" Naivchen des typischen Jugendbuches ist ganz schön nervend irgendwann, da war dies eine willkommene Abwechslung. Außerdem ist sie eine sehr starke Persönlichkeit, von Beruf Hebamme, mit 15 Jahren führt sie Kaiserschnitte durch, das verdient Respekt. Sie macht in diesem Buch sehr viel durch. Sie sieht viele Menschen sterben, viel Gewalt und Armut, soviel kann ein einzelner Mensch eigentlich nicht ertragen, und trotzdem bleibt sie stark und versucht allen zu helfen. Nun bin ich mir nicht sicher, ob sie das zu einem noch stärkeren Charakter macht, oder ob das ein wenig undurchdacht von der Autorin war bzw. ein wenig unausgearbeitet. Das Einzige was ich an ihr wirklich nicht mochte, war dass sie nie auf das hört was ihre Vertrauenspersonen sagen und dementsprechend Fehler macht. Aber irren ist menschlich und dieses "Ich mache alles Falsch" kommt ja bei fast jedem Jugendbuchcharakter vor. Unter anderem gefiel mir auch, dass sie sehr Selbstlos war. Sie denkt immer zuerst an andere, und dann erst an sich.
Auch alle anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Vorallem Sgt. Grey und Sgt. Bartlett, mochte ich sehr gerne, und natürlich Emily und alle anderen die Gaia helfen.
Die Story fand ich sehr gut. Eine Gesellschaft, in der Babys abgegeben werden müssen und ein Code entschlüsselt werden soll um die Bevölkerung zu retten, was jedoch wie immer nur zum Vorteil der höheren Bevölkerungsschichten dient, erscheint dem Leser und Gaia mehr ungerecht und grausam als der Regierung und gilt verhindert zu werden! Diese Geschichte mit allen ihren Wendungen, Geheimnissen und Rätseln hat mich regelrecht mitgerissen. Das Buch war sehr sehr spannend und am Ende war es ein echter Pageturner.
Die Zukunftsvision, naja, möglich, aber es wurde nicht wirklich im Detail erklärt, wie es dazu kam, wahrscheinlich könnte man aber allein darüber ein eigenes Buch schreiben. Aber ich fand sie eigentlich ziemlich gut.
Ich kann jetzt eigentlich nicht mehr viel sagen, sonst verrate ich zu viel von der Story. Aber wer es noch nicht gelesen hat, sollte das JETZT tun!
Ich erwarte von Band 2 etwas ähnliches wie von Panem 1, also muss sich die Autorin ordentlich anstrengen!!

Fazit:
Ein sehr guter Auftakt einer vielversprechenden Serie. Ich freue mich auf Band 2!!


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