Dienstag, 31. Januar 2012

Buchrezension: Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green





285 Seiten
Altersempfehlung: ab 13
Hanser, Carl GmbH + Co.
(2012) Gebunden
ISBN: 9783446240094
Publikationssprache: Deutsch
16,90 Euro



 336 pages
Altersempfehlung: 14-17
Publisher: Penguin Group (USA)
(2012) Gebunden
ISBN-13: 9780525478812
Language: English
17,99$







Klappentext:
"Krebsbücher sind doof", sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. 

Zur Aufmachung:
Ja, das englische Cover ist sehr schlicht gehalten, hat nichts wirklich mit der Story zu tun, aber es ist mal was anderes, denn es erinnert eher an ein Buch für Erwachsene als an ein Jugendbuch.
Der Titel, nja, ich finde ihn nicht perfekt, aber mir fällt auch kein besserer ein gerade.
Okay, es kommt selten vor, aber mir gefällt die Deutsche Ausgabe hier viel besser als die Englische. Sie sieht viel schöner aus, hat etwas mit dem Buch zu tun, und der Titel passt auch besser. Allgemein sehr gelungene Aufmachung die zum kaufen anregt.

Rezension:
Ein weiteres Buch um dem es einen fast grenzenlosen Hype gab. Ich muss zugeben ich habe mich davon zwar nicht mitreissen lassen, allerdings habe auch ich das Buch gekauft. Es war mein ersten John Green, und es war zwar gut, aber so richtig vom Hocker gerissen hat es mich nicht.
Es geht um ein Mädchen mit Lungenkrebs, ohne Heilingschance. Sie weis, sie wird sterben, es ist ei Wunder, dass sie überhaupt noch am Leben ist und in dieser Situation lernt sie Augustus kennen. Er hatte den, im Volksmund fälschlicherweise genannten, "Knochenkrebs" und konnte nur durch die Amputation eines Beines geheilt werden.
Die Begegnung der beiden war wieder einmal so ein "Love at first sight" Szenario. Wir sehen uns, wir finden uns sofort anziehend, wir gehen zusammen aus und wir lieben uns. Sowas nervt mich mittlerweile einfach nurnoch an. Schafft es denn keiner, eine Liebesgeschichte zu schreiben in der man sich erst man kennenlernt, einiges zusammen durchsteht und sich dann erst nach einiger Zeit ineinander verliebt? Diese Kritik ist jetzt nicht nur speziell auf dieses Buch bezogen, sondern auch auf alle anderen Jugendbücher die zurzeit erscheinen bzw schon erschienen sind.

Zum Schreibstil: Ich weis, dass man als Kind mit Krebs sehr schnell erwachsen werden muss, allerdings war mir das in diesem Buch etwas zu viel. Diese beiden Teenager reden, denken und handeln wie Professoren an einer Uni, aber nicht wie Kinder. Es kamen so viele Fremdworte drin vor, ich habe irgendwann aufgegeben sie nachzuschlagen. Allgemein war das Buch einfach viel zu erwachsen und hat für mich bewirkt, dass ich mich nicht so auf das Buch einlassen konnte wie ich es vielleicht gewollt hätte, aber wenn mich etwas stört, dass setzt sich das bei mir im Hinterkopf fest und verweilt dort bis zum beenden des Buches.
Die meisten Rezensionen sind überschwemmt von Begeisterung, in einer Videorezension hat ein Mädchen sogar fast angefangen zu weinen. Diese grenzenlose Begeisterung kann ich nicht teilen, und ich weis auch warum. Ich habe noch nie ein Familienmitglied oder einen Freund durch Krebs verloren. Meine ganze Familie ist Krebsfrei. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen in dieser Welt habe ich dieses Glück, und deshalb denke ich ich kann dieses Thema auch objektiver betrachten als all diese Menschen. Mir ging dabei das Buch dabei weitem nicht so nah und ich musste auch nicht weinen bei diversen tragischen Ereignissen. Ich denke bei Krebs ist es immer so eine Sache, allein bei dem Gedanken daran kommen einem schon die Tränen wenn man irgendwie betroffen ist, und sofort ist das Buch super berührend. Naja...
Alles in allem hat mir das Buch jedoch ganz gut gefallen.

Fazit:
Ein gutes Buch, mit bewegender Geschichte, aber der Schreibstil ist ein Manko, dass ich nicht ignorieren kann.


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