Dienstag, 28. Februar 2012

Buchrezension: Go Ask Alice - Anonymous (Beatrice Sparks)


  



224 pages
Age Range: 12 years
Publisher: Simon Pulse
(2005) Taschenbuch
ISBN-13: 9781416914631 
Sprache: Englisch
Preis: 9,99$






Klappentext:
January 24th
After you've had it, there isn't even life without drugs....
It started when she was served a soft drink laced with LSD in a dangerous party game. Within months, she was hooked, trapped in a downward spiral that took her from her comfortable home and loving family to the mean streets of an unforgiving city. It was a journey that would rob her of her innocence, her youth — and ultimately her life.
Read her diary.
Enter her world.
You will never forget her.

Zur Aufmachung:
Cover finde ich ziemlich passend zum Thema Drogen. Den Titel, nunja... Man erfährt eigentlich nie, wie das Mädchen dass das Tagebuch schreibt heißt. Viele Denken vom Titel her, dass sie Alice heisst, aber ich habe bei meiner Recherche nach lesem des Buches mehrmals gelesen, dass der Name der Protagonistin NICHT Alice ist. An einer Stelle kommt allerdings eine Alice vor, warum diese denn für den Titel benutzt wird ist mir unklar und nicht wirklich einleuchtend.

Rezension:
Ich bin ziemlich negativ auf dieses Buch zu sprechen. Dies liegt daran, dass ich es nicht leiden kann angelogen zu werden. Was ich damit meine, nun macht euch selbst ein Bild:
Vorwort: "Go ask Alice is based on the actual diary of a fifteen-year-old drug user. (...) Names, dates, places and certain events have been changed in accordance with the wishes of those concerned."
Im Grunde heißt das soviel, dass das Buch auf einem wirklichen Tagebuch basiert, allerdings Namen , Orte und Daten geändert wurden. Soweit sogut.
Aber, hoppla, was steht denn da in den Credits?!:
"(...)This book is a work of fiction. Any references to historical events, real people, or real locales are used fictiously. Other names, characters, places and incidents are product of the author´s imagination and any resemblance to actual events or locales or persons, living or dead, is entirely coincidental.(...)"
Im Grunde steht hier, das alles nur ausgedacht ist.
So. Man erzählt mir also, das wäre alles wahr, um es vielleicht schockierender erscheinen zu lassen, und in Wirklichkeit ist alles nur erfunden. Natürlich hat man das beim Lesen gemerkt. Ich unterhalte mich über alle Bücher die ich lese immer mit meinem besten Freund, und ihm habe ich mehrmals gesagt, dass es mir stellenweise sowohl unrealistisch, als auch dumm, als auch ziemlich dahergeholt erscheint. Dennoch habe ich daran geglaubt, alles sei wahr, denn es stand ja so im Vorwort. Aber da habe ich mich ganz schön übers Ohr hauen lassen. Und ich sage jetzt schonmal, dass meine Endnote dadurch abgesackt ist.

Ja, also... Ein Mädchen, bekommt auf einer "Party" Drogen ins Getränk, und das macht ihr nichts aus, und sie will dann immer mehr, weil es Spaß macht. Sie weis zwar um die Risiken und Gefahren von Drogen, aber das ist ihr egal, sie will nur ihren Spaß. Öhm, dumm?! Sie wird dann irgendwann "süchtig" nach kiffen, was meines Wissens nach nicht wirklich körperlich süchtig machen kann. Sie rennt von zu Hause weg, eröffnet mit einer Freundin einen eigenen Laden (sie ist 14, das geht eigentlich garnicht ôo) geht dann doch wieder heim, rennt wieder weg, hört auf mit Drogen, fängt wieder an, dealt, hört wieder auf... usw... Am Anfang ist sie verliebt, legt Wert auf Jungfräulichkeit, lässt sich dann aber 20 seiten später von jedem Typen flachlegen... Zwischendurch wird ihr dann mal Heroin verabreicht und sie wird mehrfach vergewaltigt, was ihr aber total egal ist... Und das Ganze ist in einem total langweiligen und distanzierten Schreibstil verfasst, dass man irgendwann keine Lust mehr hat.
Jeder von uns war mal 15, hat vielleicht nicht umbedingt Tagebuch geschrieben, aber jeder weis noch wie man als Teenager so drauf ist. Ich kann sagen, so schreibt kein Teenager. Ein Tagebuch ist privat, man schreibt alles rein was niemand je sehen soll, und kann so auch peinliche Schwärmereien oder aber auch alltägliche Schulerlebnisse die einen eben beschäftigen. In diesem Buch kommt nichts davon. Viel eher macht es den Eindruck, als wollte jemand Erwachsenes versuchen VERSUCHEN und KLÄGLICH SCHEITERN aus der Perspektive einer 15-Jährigen schreiben. Ich sehe die verklemmte, um die 40Jährige Frau bildlich vor mir, wie sie es sich selbst zum Auftrag macht Jugendliche vor Drogen zu warnen, und das mit weder halben noch ganzem Wissen über das Thema, sodass sie einfach kein überzeugendes Ergebnis erzeugen kann. Zudem ist kein Eintrag für die Story unwichtig, das Buch folgt also einer gewissen Storyline, was den Eindruck noch verstärkt, dass es kein wirkliches Tagebuch ist.
Meine Meinung bevor ich mir sicher war, dass es nicht echt ist: Durchschnitt.
Meine Meinung als ich mir sicher bin, dass es nicht echt ist: Immernoch Durchschnitt, aber zusätzlich mi einem schlecht gemachten Schreibstil (den man bei einem wirklichen Tagebuch ja nicht kritisieren könnte; denn wie gesagt, eigentlich schreibt man das ja nur für sich selbst, wozu auch Wert auf einen gepflegten Schreibstil legen?!)

Fazit:
Wenn ihr ein authentisches Buch über die Gefahren Drogen lesen wollt, lest "Die Kinder vom Bahnhof Zoo", oder schaut den Film, aber lasst "Go ask Alice" im Laden liegen.


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