Freitag, 23. März 2012

Buchrezension: Devastation: Virtual War - Gloria Skurzynski






166 Seiten
Sprache: Englisch
Young Adult Fiction
Publisher: Atheneum Books for Young Readers
(2012) Taschenbuch
ISBN-13: 9781442416802 
Preis: 8,99$





Klappentext:
In Devastation, there is to be a bloodless virtual war between the few remaining world powers. At stake is a remote tropical island in the Pacific—the only place where it’s safe to live in open air—and Corgan is slated to be the ultimate warrior for the Federation. Conceived in a test tube, Corgan has been genetically engineered and conditioned with physical superiority and high intelligence. He’s never known the touch of a human, or even met one—until Sharla, Corgan’s teammate in battle. She’s bold, she’s rebellious, and she’s about to show Corgan all that the Federation has been keeping from him….

Infos am Rande:
"Devastation" ist einer von 2 Sammelbänden in denen jeweils zwei Bücher zusammengefasst wurden. In "Devastation" sind das "Virtual War" und "The Clones". Der zweite Sammelband heißt "Afterwar". Ich habe mich entschieden, alle 4 Geschichten als Einzelnes zu betrachten und deshalb ist dies nur eine Rezension zu der ersten Hälfte von "Devastation".
Ich konnte nicht wirklich herausfinden ob die Geschichte auf deutsch erschienen ist oder nicht, die deutsche Amazon Seite war dabei sehr unübersichtlich und verwirrend.

Zur Aufmachung:
Ja, das Cover finde ich ziemlich hässlich, wobei man sie Blumen die aus der Stahlwand herauswachsen schon als zur Geschichte passend ansehen kann. Der Titel "Virtual War" passt perfekt zur Story, denn es geht um einen Virtuellen Krieg.

Rezension:
Wer das Cover dieses Buches sieht und mein Kaufverhalten kennt wird sofort wissen, dass ich dieses Buch der Story wegen gekauft habe. Der Klappentext klingt einfach super spannend und ich war total heiß drauf dieses Buch zu lesen. Leider konnte es mich nicht in seinen Bann ziehen. Die Grundidee ist gut, aber die Umsetzung nicht wirklich.
Es geht um Corgan, ein im Reagenzglas gezüchteter Mutant mit super Reflexen, Zeitgefühl und Tastsinn. Er hat noch nie einen echten Menschen gesehen und hatte demnach auch noch nie Körperkontakt mit einem. Er wird von Projektionen aufgezogen, die entweder eine strenge Vaterfigur oder eine einfühlsame Mutterfigur darstellen kann. Als Top-Kämpfer im bevorstehenden Virtuellen-Krieg bekommt er so ziemlich alles was er will und wird streng behütet.
Was mich zu meinem ersten Kritikpunkt bringt: Seine Persönlichkeit. Corgan als Hauptcharakter hat mir einfach GARNICHT gefallen. Total naiv, total unterwürfig, seine Reaktion auf Sharla ist einfach zum kotzen furchtbar und seine Entwicklung sollte man eher eine Rückentwicklung nennen. Leider wird auch viel zu wenig Fokus auf Corgans "Menschenfremdheit" gelegt. Er trifft Sharla und verhält sich als wäre er schon immer unter Menschen gewesen. Gerade die Entwicklung von Menschenscheu, über Vertrauen zu  normalen Umgang hätte ich sehr interessant gefunden.
Sharla nervt ebenfalls, sie ist so stereotypisch hübsch, rebellisch und schlau. Sie ist der Gegenpart zum Hauptcharakter, der ihn leitet und von seinem originalen Pfad herunterschubst umd das ganze interessanter zu machen und NATÜRLICH eine Lovestory, die übrigens furchtbar ist (die beiden passen schonmal überhaupt nicht zusammen), in das Jugendbuch einzubinden.
Brig, der dritte Charakter im Buch, ist ebenfalls nicht wirklich gut gelungen. Einmal ist er der superschlaue, alleswissende "Erwachsene", dann das Piensebaby und dann eine melancholische Mutation, die sich nach Gleichgesinnten sehnt. Er ging mir gewaltig auf die Nerven in diesem Buch (die anderen waren aushaltbar) aber ich denke er soll einfach zeigen, wie tief die Menschheit gesunken ist mit Menschenzucht.
Der Virtuelle Krieg, die interessanteste Stelle im Buch, ist leider unglaublich kurz und die Art der Kriegsführung, mit diesem Soldaten per Sensoren bewegen, fand ich.... blöd?! Ich weis nich wie ich es anders ausdrücken soll, da hätte man sich sicher was bessere einfallen lassen können.
Bevor ich jetzt weiter ausschweife, fasse ich mal zusammen. Die Handlungen der einzelnen Personen und Parteien vorhersehbar und zur gleichen Zeit unrealistisch, die Beziehungen sind zu schwammig und dieses "Ich kenne dich seit 4 Tagen und sehe dich jede Tag 15 Minuten und ich liebe dich" einfach nur konstruirt und dumm. Die Charaktere nerven, und sind unausgearbeitet.
Alles in Allem war dieses Buch eine Enttäuschung, dennoch nicht umbedingt schlecht, und ich werde auch noch die nächsten Teile lesen, einfach weil sie nicht viele Seiten haben und gut für mal eben zwischendurch sind. Die Grundidee hat Potential, leider konnte Gloria Skurzynski dieses nicht ausschöpfen. Ich frage mich ob das Buch besser gewesen wäre wenn sie es einfach 100-200 Seiten länger geschrieben und ausgearbeitet hätte.

Fazit:
Etwas schnelles für zwischendurch, dass mich aber leider nicht wirklich überzeugen konnte.


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