Samstag, 31. März 2012

Buchrezension: Eve - Anna Carey



 

336 Seiten
Sprache: Englisch
Young Adult Fiction
Publisher: HarperCollins Publishers
(2011) Hardcover
ISBN-13: 9780062048509
Preis: 17,99$





 
304 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
Loewe Verlag GmbH
(2013) Kartoniert / Broschiert
ISBN: 9783785571033
Publikationssprache: Deutsch
8,95 Euro







Klappentext:
Wie überlebst du, wenn du vor allem fliehen musst, was du kennst? Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet - glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden sollen, flieht sie. Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen? Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen.

Reihe:
1. Eve - Eve&Caleb: Wo Licht war
2. Once
3. Rise (2013)

Zur Aufmachung:
Ich finde das original Cover ziemlich passend. Man könnte zwar meinen es ist wieder eins dieser "Mädchen auf dem Cover" Bücher, aber immerhin sieht man ihr Gesicht nicht. Ich finde es sieht aus als würde Amy ins Ungewisse rennen (dunkles, unerkennbares Ende der Brücke), was sie im Buch ja eigentlich auch tut. Sie lässt alles hinter sich was sie kannte und sieht einer ungewissen Zukunft entgegen.
Das deutsche Cover ist eigentlich ganz schön, aber es passt irgendwie nicht zur Story. Der Titel *seufz* Subtitel, ich hasse sie.... "Wo Licht war", das passt nicht zum Buch, sorry.

Rezension:
Dieses Buch beinhaltet die für ein Mädchen wohl erschreckenste Zukunftsversion ever, und es ist genau das was ich schon immer mal lesen wollte! Genauso würde meine Zukunftsvision aussehen, würde ich einen Dystopieroman schreiben!
Durch einen Virus ist 90% der Menschheit ausgestorben, und die die übrig sind müssen dafür sorgen, dass die Menschheit  nicht ausstirbt. Alle männlichen Weisenkinder schickt man dafür in Arbeitslager, alle weiblichen in Schulen, bis sie 18 sind, dann werden sie an Betten gekettet und müssen 25 Jahre lang ein Kind nach dem anderen Gebären. Dies wissen die Mädchen natürlich nicht, und als Eve, die Vorzeigeschülerin des Mädcheninternats, herausfindet, dass sie statt einer Künstlerkarriere die Dauerschwangerschaft erwartet, bleibt ihr nur eins übrig um diesem Schicksal zu entgehen: Die Flucht!
Eve ist kein super starker Mensch, sie ist naiv, brav und hat die Geschichten und Regeln die ihr in der Schule beigebracht wurden, fest in ihrem Kopf verankert. Sie macht teilweise fatale Fehler und ist in der Wildniss auch nicht allein überlebensfähig, trotzdem gibt sie aber immer ihr Bestes und in bester Absicht. Genau das macht sie so glaubwürdig. Sie lebte ihr ganzes Leben lang hinter Mauern und unter Gehirnwäsche. Natürlich ist sie nicht die super Heroine. Ich glaube, was diese Reihe stark machen wird ist die Entwicklung Eves von Buch 1 zu Buch 3 (Man sollte dabei eine Reihe eigentlich auch immer als Ganzes betrachten) Ein bisschen Entwicklung hat man, gegen Ende hin, schon gesehen und ich bin wirklich gespannt wie sie sich in dieser Triologie noch weiterentwickeln wird!
(Ich habe in vielen Rezensionen gelesen, wie sehr Eve dafür gehasst wurde wie sie ist. Das finde ich ziemlich unfair. Wie könnte Eve nach ihrem bisherigen Leben anders sein? Ich habe das Gefühl, alle wollen immer sofort eine Katniss Everdeen (Die Tribute von Panem/ The Hunger Games) sehen, aber wie soll man soeine werden ohne den richtigen Kontext?!)
Die Beziehung die sich zwischen ihr und Caleb entwickelt fand ich sehr glaubhaft und süß. Für mich hatten diese beiden Charaktere eindeutig Chemie! Allerdings waren einige Ereignisse die sich zwischen den beiden ereignen, ziemlich klischeehaft und vorhersehbar. Außerdem ging mir, wie in vielen Jugendbüchern heutzutage, das alles ein bisschen zu schnell. Ich glaube einfach nicht an Liebe auf den ersten Blick...
Fun Fact: Bis Seite 200 dachte ich Eve wäre 13. Ich glaube ich habe es einfach falsch verstanden:
Mit 5 kommen sie ins Internat + 13 Jahre Schule = 18 jährige Eve
Aber darauf kam ich erst als ich auf der Homepage der Autorin war und dort zufällig gelesen habe, dass sie schon 18 ist. Für mich war dadurch das ganze viel erschreckender, wie könnte man 13 Jährige Mädchen als Gebärmaschinen (Sorry für den Ausdruck aber mir fällt kein anderer ein) benutzen??!!
Das Buch liest sich sehr flüssig, und ich empfand es nie als Langweilig. Es passiert eigentlich immer etwas, dass die Story vorantreibt. Allgemein empfand ich den Schreibstil der Autorin als sehr angenehm.
(Viele Rezensenten kritisieren unter anderem auch, dass man von der Plage und der allgemeinen Dystopischen Welt nicht viel und nicht genug erfährt, Stichwort "Schwammig". Dabei muss man jedoch bedenken, dieses Buch ist aus Eves Perspektive geschrieben, und sie weis nunmal nicht mehr, weil ihr nicht mehr erzählt wird in der Schule. Das macht ja auch wieder den Reiz aus, man erfährt Alles so nach und nach. Ich frage mich manchmal ob die Leute bei jedem Dystopieroman einen Prolog mit genauer Erklärung der Welt haben wollen. Wäre doch total langweilig!)
Allgemein kann ich an diesem Buch eigentlich nichts schlechtes finden, trotzdem glaube ich da gibt es noch Luft nach oben. Ich bin sehr gespannt auf Band 2.

Fazit:
Ein guter Dystopieroman den ich jedem ans Herz legen kann, der nicht sofort eine Katniss erwartet.



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