Montag, 23. April 2012

Buchrezension: Männerheld - Katja Kober





480 Seiten
Altersempfehlung: Ab 16 Jahren
Verlag: Cursed Side
(2012) Taschenbuch
ISBN-13: 978-3942451093
Sprache: Deutsch
9,95€ 







Klappentext:
"Hey. mein Name ist Abel Steiner - mir gefällt dein Hintern!"

Abel ist Single und überaus zufrieden damit. Sein Lebensmotto: Partys, Sex, beruflicher Erfolg und davon bitte möglichst viel! Doch mit dem Erfolg kommt auch die Verantwortung – gegenüber seiner Familie, seinen Freunden und nicht zuletzt auch sich selbst. Und so muss Abel schon bald feststellen, dass er zwar vor seiner Vergangenheit und seinen Entscheidungen weglaufen kann, diese ihn aber schneller wieder einholen, als ihm lieb sein dürfte...  

Zur Aufmachung:
Ja, was soll ich sagen, Cover und Titel sind einfach perfekt. Auch die Zeichnungen im Inneren sind sehr gut gelungen. Einziger Kritikpunkt: Es gibt keine einzige Zeichnung, in der sich Abel und Levi küssen. Schade.

Rezension:
Auf dieses Buch habe ich mich monatelang gefreut und dem Tag entgegen gefiebert an dem ich es endlich in den Händen halten kann. Als ich es dann hatte habe ich es in nichtmal 24 Stunden komplett gelesen. Das lag natürlich unter anderem an dem wunderschönen und super angenehmen Schreibstil der Autorin, aber darauf komme ich später nochmal zurück.
Um dieses Buch zu verstehen braucht man "Harlekin", das indirekte Prequel zu Männerheld, nicht umbedingt gelesen zu haben, allerdings ist es bestimmt nicht schlecht, um einige Zusammenhänge besser zu verstehen.
Wie wahrscheinlich alle die Harlekin gelesen haben, fragte ich mich wie es im Inneren dieses egoistischen Arschlochs, Abel Steiner aussieht und teilweise hätte ich das, was in diesem Buch geschildert wird nicht erwartet. Abel ist und bleibt ein Arsch, daran ist nichts zu rütteln, aber er ist ein Arsch mit viel Gefühl. Nie hätte ich erwartet, dass ihm die Trennung von Max und der Verrat seines Bruders, so nahe gehen. Nie hätte ich gedacht, dass auch er mal verlieren kann. Und nie hätte ich gedacht, dass auch er in manchen Situationen schwach und angreifbar wird. Hierbei muss ich auch sehr positiv vermerken, dass einige Szenen die man schon aus Männerheld kannte, hier aus einer anderen Perspektive erzählt wurden und man somit auch mal Einblick in Abels Sicht der Beziehung mit Max erleben konnte. Zudem wurden auch noch andere Augenblicke aus der Vergangenheit unseres Protagonisten in Rückblenden festgehalten. Sein Leben vor und nach der Geburt seines Bruders und den damit verbundenen Gefühlen und seine ersten Erfahrungen mit einem anderen Jungen liesen erahnen warum er so geworden ist wie er ist.
Mir hat dieser Exkurs in das Innere dieses Männerhelden wirklich sehr gut gefallen und ich habe die  Rückblenden immer sehr genossen.
Mein Held dieses Buches ist aber definitiv Levi, Abels "bessere Hälfte". Noch heute muss ich darüber lachen, dass die liebe Libby, als sie die Leseprobe für diesen Roman auf Fanfiction.de gepostet hat, Levi als ihren "persönlichen Engel" bezeichnet hat, und ja ich bin von seinem "strahlenden Wesen" sehr begeistert :) Den Spitznamen "Satan", den er gerne mal von Abel bekommt, hat er wirklich verdient, denn er ist der Teufel in Person und passt deshalb einfach nur PERFEKT zu Abel. Es gibt bei den beiden kein großes Ergänzen, Levi ist nicht schwach, man hat ja schon bei der Beziehung mit Max gemerkt, dass das mit Abel nicht funktioniert. Abel braucht Feuer, und genau das bietet Levi ihm, ein würdiger "Gegner" der ihn auf Trap hält, ihn in die richtige Richtung schubsen kann und auch mal der Starke in Situationen der Schwäche sein kann. Neben seiner teuflischen Seite hat Levi aber auch eine sehr Romantische. Er hat genaue Vorstellugen und Prinzipien bei einer Beziehung und wenn er liebt, dann tut er es mit ganzer Seele.
Auf die Nebencharaktere gehe ich jetzt nicht weiter ein, sie waren alle ziemlich gut, aber keiner hat hier eine wirklich tragende Rolle gespielt bzw. keiner stach besonders hervor. Dies ist jedoch nicht im negativen Sinne gemeint.
Nun noch einmal zum Schreibstil. Ich verfolge Libby schon seid dem Beginn von ihrer ersten Geschichte "Chaosprinz" und schon damals war ich hin und weg von ihrer Art zu schreiben. Mit der Zeit und mit der Erfahrung hat sich diese natürlich um einiges verbessert. Besonders aufgefallen ist mir dies nun beim Übergang von Harlekin zu Männerheld. Während sich Harlekin noch wie eine Fanfiction liest, war mir hier klipp und klar, dass ich ein Buch in den Händen halte. Das hat mir einfach super gut gefallen. Sie hat eine einzigartige Weise sich auszudrücken, Dinge zu umschreiben und Gefühle zu vermitteln. Für mich einer der angenehmsten und besten Schreibstile die mir bis jetzt untergekommen sind.
Zuletzt zu dem was mir nicht gefallen hat. Das Ende. Liebe Libby, was hast du dir nur dabei gedacht?! Es wirkt als wäre dir die Zeit ausgegangen oder als hätte dich die Lust verlassen. Wobei ich eher vermute, dass du das, was du erzählen wolltest, erzählt hast, und dann nicht noch weiter Unnötiges schreiben wolltest. Leider leidet darunter das Leseerlebnis sehr. Dieses letzte Kapitel wirkt ziemlich lieblos und genau die Szenen auf die ich mich das Buch hinweg am meisten gefreut habe hast du einfach weggelassen. (Stichwort: Eingeständniss, Konfrontation mit Finn, erstes Treffen nach Ewigkeiten mit Person "Du weist schon wer" und die Hochzeit) Darunter hat auch die Beziehung zwischen Levi und Abel für mich etwas gelitten. Ich muss leider sagen, dass mich das sehr enttäuscht hat, dennoch wirst du dir dabei etwas gedacht haben. Für das Ende gibt es aber eine Note abzug.
Trotzdem hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen, ich würde es an alle Liebhaber des Genres sofort weiterempfehlen und ich werde auch in Zukunft alle Werke von Katja Kober lesen, hoffen wir mal das da noch viele kommen.^^

Fazit:
Ein sehr gutes Buch, mit leider, enttäuschendem Ende.



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