Donnerstag, 30. August 2012

Buchrezension: Der Erdbeerpflücker - Monika Feth




445 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
cbt
(2012) Kartoniert / Broschiert
ISBN: 9783570308127
Publikationssprache: Deutsch
8,99 Euro








Klappentext:
Als ihre Freundin ermordet wird, schwört Jette öffentlich Rache - und macht den Mörder damit auf sich aufmerksam. Er nähert sich Jette als Freund, und sie verliebt sich in ihn, ohne zu ahnen, mit wem sie es in Wahrheit zu tun hat.

Reihe:
1. Der Erdbeerpflücker
2. Der Mädchenmaler
3. Der Scherbensammler
4. Der Schattengänger 
5. Der Sommergänger 

Zur Aufmachung:
Das Cover finde ich einfach genial, auf skurrile Weise total lieb und fröhlich, obwohl es um Mord geht. Der Titel passt sehr gut, und in der Reihe gefällt mir dieser auch am besten.

Rezension:
Im Grunde fand ich dieses Buch eigentlich zimlich gut. Es hat mich für einige Stunden gut unterhalten und mir meine 5 Stündige Zugfahrt in die Schweiz eindeutig verschönert. Ich würde dieses Buch allerdings nicht als Thriller bezeichnen, sondern eher als Jugendkrimi, da bei mir keine richtige Spannung aufkam.
Das Buch ist durchweg gut geschrieben und liest sich flüssig. Es wird immer zwischen verschiedenen Perspektiven gewechselt, was ich ziemlich gut fand, allerdings hat mich die Sicht von Jettes Mutter nicht interessiert, da ist auch fast nichts passiert, und ich hätte mir stattdessen mehr von der Psyche und den Gedanken des Mörders gewünscht. Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, am meisten mochte ich Caro, leider weis man ja, dass sie in den Folgebänden nicht mehr vorkommen wird.
Ich habe eigentlich nur 2 wesentliche Kritikpunkte an der Geschichte und das hat beides Mal mit Logik zu tun.
Punkt 1: Caros Freund (der Mörder) möchte nicht, dass sie ihren Freundinnen von ihm erzählt, und das macht sie dann auch nicht, unlogisch erscheint mir allerdings, dass sie dann nichtmal etwas über ihn in ihr Tagebuch schreibt. Einem Tagebuch vertraut ein normales Mädchen eigentlich alles an, denn sie erwartet nicht, dass es je von einem anderen gelesen wird, nur von ihr. Also wäre es nur natürlich wenn sie ihrem Tagebuch von ihrem Freund erzählt. Natürlich ging das nicht, sonst wüsste Jette ja wie er aussieht und die Geschichte würde nicht so verlaufen wie sie soll, aber ich finde das ist eine große Logiklücke in der Geschichte.
Punkt 2: Jette hat eine grobe Beschreibung des Täters und genau von diesem Typen lässt sie sich dann umschwärmen, sie ist nicht mal ein bisschen misstrauisch. Ihr fallen sogar Parallelen zu der Beziehung von Caro auf, aber selbst diese ignoriert sie. Das fand ich ehrlichgesagt ziemlich schlecht gemacht. Außerdem nimmt sich die Autorin nur ca. 100 Seiten für Kennenlernen, Verlieben, Beziehung und Showdown, was meines Erachtens viel zu wenig war. Ich konnte die Liebe von Jette überhaupt nicht nachvollziehen, denn es wird nicht wirklich beschrieben warum und wie sie sich in ihn verliebt hat. Sie lernen sich kennen und sind aufeinmal zusammen, hab ich was verpasst?
Ich denke man hätte hier Einiges besser machen können, trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht und ich werde bei Zeiten noch die anderen Bücher der Reihe lesen.

Fazit:
Ein gutes Buch, mit ein paar Schwächen und Logiklücken, dass mich aber sehr gut unterhalten hat.


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