Sonntag, 26. August 2012

Buchrezension: New World: Die Flucht - Patrick Ness





544 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
Ravensburger Buchverlag
(2012) Kartoniert / Broschiert
ISBN: 9783473584130
Publikationssprache: Deutsch
 9,99 Euro 




479 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
CANDLEWICK BOOKS
(2009) Kartoniert / Broschiert
ISBN: 9780763645762
Publikationssprache: Englisch
9.99 USD
 






Klappentext:
Prentisstown ist keine gewöhnliche Stadt. In Prentisstown kann jeder die Gedanken des anderen hören. Es ist niemals still. Es gibt keine Geheimnisse. Oder etwa doch? In den entlegenen Sümpfen jenseits der Stadt macht der Waisenjunge Todd eine unglaubliche Entdeckung. Plötzlich weiß er: Alles, was man ihm über seine Familie erzählt hat, war eine Lüge - und die düsteren Legenden um Prentisstown sind wahr. Aber wer die Wahrheit kennt, ist in tödlicher Gefahr ...

Reihe:
1.The Knife of never letting Go - New World: Die Flucht
2. The Ask and the Answer - ?
3. Monsters of Men - ?

Zur Aufmachung:
Die Deutschen... Mal wieder die Deutschen mit ihren Subtiteln... meine Güte regt mich das auf! Ok, der Titel passt ganz gut zum Buch, aber da steckt kein Fünkchen Kreativität drin, nichts. Der englische Titel ist originell und kreativ, er passt schon fast philosophisch gut zum Buch. Ich liebe ihn einfach.
Die Cover sind beide auf genau die gleiche Art gestaltet, aber hier sieht man mal wieder dass die Amis das einfach besser können. Es sieht einfach viel besser aus, und das Auge kauft immer mit. Bei dem deutschen Cover hätte ich persönlich das Buch liegen gelassen!

Rezension:
Im Grunde gefiel mir das Buch sehr gut, doch es gab einige Aspekte die mich gestört haben.
Zum einen haben wir da den Schreibstil. Gleich zu Anfang hat er verhindert, dass ich in das Buch hineinkam und selbst nach 450 Seiten hat er mir immernoch nicht zugesagt. Es kam mir irgendwie vor wie gewollt schlechtes Englisch (vielleicht war es das auch) und Worte wie "effing" oder absichtlich Falschgeschriebenes war für mich als würde jemand mit Nägeln über eine Tafel kratzen. Dann störte mich der Verlauf der Geschichte. Eigentlich sind die beiden das ganze Buch lang NUR auf der Flucht. Sie passieren dabei andere Städte, werden verjagt, fliehen und treffen hin und wieder auf den gestörten Priester, aus Todds Heimatstadt, der einfach nicht sterben will. Aber sonst passiert nichts wirklich, es war einfach zu linear. Nur ein Ereignis in diesem Buch hat mich richtig fertig gemacht. Ich werde nicht sagen was es ist, möchte nicht spoilern, aber ich kann sagen dass es auf Seite 353 war und es bewirkt hat, dass ich das Buch fast 1 Monat nicht mehr angefasst habe. Ich konnte das Ereignis einfach überhaupt nicht nachvollziehen, ich hätte es auf jeden Fall zu verhindern versucht. Schon 100 Seiten vorher hatte ich zu mir selbst gesagt, sollte das passieren breche ich das Buch ab. Als es dann wirklich so kam war ich geschockt, denn wirklich erwartet habe ich es nicht. Ich bin jedoch froh, dass ich das Buch letzten Endes nicht abgebrochen habe.
Nun zu dem was mir gefallen hat. Da haben wir einmal die Idee, denn die ist wirklich gut. Jeder kann die Gendanken von Jedem hören, auf einem Erdähnlichen Planeten, mit kleinen gläubigen Siedlungen die ein einfaches Leben führen und mittendrin Todd der wegrennen muss, vor seinen eigenen Leuten, ohne zu wissen warum.... Find ich echt super.
Dann haben wir die Charaktere. Die haben mir ausnahmslos alle gefallen. Sie waren einfach sehr gut ausgearbeitet und beschrieben, selbst die kleinste Nebenfigur konnte ich bildlich vor mir sehen und so war es für mich fast als würde ich einen Film schauen und die Charaktere beim Handeln beobachten. Diese Bildlichkeit der Charaktere sorgte dafür, dass ich trotz meiner Probleme mit dem Schreibstil nach einer Weile gut in das Buch hineinkam.
Ich muss gestehen, zwischendurch, sogar noch kurz vor Ende war ich mir nicht sicher ob ich mir Band 2 dieser Serie auch zulegen werde. Es gibt so viele begeisterte Rezensionen zu dieser Serie und genau deswegen war ich etwas enttäuscht von diesem ersten Band. Er war nicht schlecht, sieht man ja an meiner Endnote, aber vom Hocker gehauen hat er mich auch nicht. Die letzten Seiten haben es dann aber nochmal echt rausgerissen. Ich habe dieses Ende nicht erwartet gehabt und habe jetzt wirklich keinerlei Vorstellung wie es in Band 2 weiter geht und eben deshalb ist er am Ende doch auf meinem Wunschzettel gelanded.


Fazit:
Ein sehr guter Science-Fiction Roman dessen Schreibstil mich aber leider bis zum Ende nicht überzeugen konnte und auch noch einige andere kleine Schwächen hatte.


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