Samstag, 1. September 2012

Buchrezension: Ashes: Brennendes Herz - Ilsa J. Bick




502 Seiten
Format: 220 mm x 162 mm x 50 mm
Altersempfehlung: ab 14
INK Verlag
(2011) Gebunden
ISBN: 9783863960056
Publikationssprache: Deutsch
19,99 Euro
 



496 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
Random House Inc.
(2012) Kartoniert / Broschiert
ISBN: 9781606843857
Publikationssprache: Englisch
8,99 Euro







Klappentext:
Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle ... 

Reihe:
1. Ashes - Ashes: Brennendes Herz
2. Shadows - Ashes: Tödliche Schatten
3. ??

Zur Aufmachung:
Auf dem deutschen Cover sehen wir mal wieder ein Mädchengesicht. Nichtssagend aber trotzdem schön. Das originale Cover ist da schon viel besser und sieht wesentlich cooler aus. Ich stehe auf diese Art der Covergestaltung, genauso wie bei XVI von Julia Karr. Beim Titel darf ich mich mal wieder über die Deutschen mit ihren Subtiteln aufregen, sonst passen sie aber beide gut.

Rezension:
Im Gegensatz zu vielen anderen Jugend-Dystopien werden wir bei Ashes nicht sofort in die Post-Apocalyptische Welt hineingeworfen, stattdessen erleben wir den Weltuntergang hautnah mit und erfahren so von den ersten Schritten der Protagonistin in der neuen Welt. Was genau passiert ist, erfährt man nur Bruchstückhaft und bis zum Ende des Buches hat man keine Gewissheit, denn man weis nur, was die Protagonistin weis, und diese ist ein 17 Jähriges Mädchen im Wald, ohne Funkverbindung.
Die Zombies in diesem Buch sind keine über eine Krankheit mutierten Wesen, sondern einfache Menschen deren Hirne durch den Blitz, der auch fast alle Elektrogeräte lahmgelegt hat, durchgeschmort wurden und dadurch wahnsinnig geworden sind. Grob gesagt wurden fast nur Kinder und Senioren verschont. Mysteriöserweise wurden Altsheimer Patienten geheilt und einige Menschen haben besondere Fähigkeiten erhalten. Dieser Part hat mir besonders gut gefallen, wirft aber noch einige Fragen auf, die hoffentlich in Band 2 oder 3 beantwortet werden.
Mir gefiel, dass sich das Buch von anderen Dystopien/Zombiebüchern unterschied, mir gefiel allerdings nicht, dass es mal wieder fast alle Jugendbuch-klischee-Vorkommnisse erfüllt. So hatte Alex noch nie einen Freund, bevor sie Tom traf, der übrigens total gut aussieht und zu dem sie quasi sofort eine große Anziehung spürt; die Protagonistin ist Voll- oder Halbwaise, an ihrer Seite steht ein völlig unfähiger Sidekick der alles verbockt (Ellie), sie muss aus irgeneinem Grund von A nach B, Tom und Alex werden, warum auch immer, getrennt, danach bahnt sich eine Dreiecksbeziehung an... die Liste ist fast endlos. Dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten, denn mittlerweile sehe ich über fast alle Klischees hinweg, außer die Dreiecksbeziehungen, die nerven mich.^^
Das Buch ist durchweg gut und spannend geschrieben, es liest sich sehr flüssig, und trotzt nur so vor Action. Die Autorin schreibt in vielen Szenen, vorallem bei denen Zombies vorkommen, sehr graphisch und extrem blutig, da wurde mich doch das eine oder andere Mal etwas flau im Magen. Auch die Charaktere haben mir fast alle sehr gut gefallen, außer Ellie, denn da fragte ich mich doch manchmal ob man eigentlich noch mehr falsch machen kann. OK, sie ist ein Kind, aber auch die sollten doch schon wenigstens ein bisschen Intelligenz vorweisen können. xP Mir hat auch sehr die Perspektive von Alex gefallen, ein Mädchen mit Hirntumor und nurnoch einer begrenzten Lebenszeit. Ich mochte, dass man hier mal einen kleinen Einblick in das Leben eines Todkranken Menschen bekam, der fast schon Angst hat dass Andere davon erfahren, denn dann ändert sich das Verhalten der Mitmenschen um einen von jetzt auf gleich. So verheimlicht sie es auch vor Tom, was aber wahrscheinlich noch zu einigen Konflikten führen wird.
Am Ende des Buches erwartet uns ein kleiner Cliffhanger, der mich mit Spannung den zweiten Band erwarten lässt, der hoffentlich genauso gut wird wie Teil 1.
Im Grunde muss ich sagen, dass mir das Buch doch sehr gut gefallen hat, sodass ich über kleinere Kritikpunkte hinwegsehen konnte. Für einen absoluten Favorit hat es allerdings nicht gereicht.

Fazit:
Ein sehr guter Zombie-Roman, der mich sofort fesseln konnte und mir einige sehr aufregende Stunden bescherte. Einziger Minuspunkt: Leider war es der Autorin anscheinend nicht möglich hier das berühmte "Love-Triangle" wegzulassen.


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