Mittwoch, 21. November 2012

Buchrezension: The Lost Girl - Sangu Mandanna




436 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
Ravensburger Buchverlag
(2012) Gebunden
ISBN: 9783473400805
Publikationssprache: Deutsch
Ravensburger Junge Reihe
16,99 Euro





419 Seiten
Altersempfehlung: ab 13
Balzer & Bray/Harperteen
(2012) Gebunden
ISBN: 9780062082312
Publikationssprache: Englisch
17.99 USD


 



Klappentext:
Amarras Eltern lieben ihre Tochter so sehr, dass sie eine Doppelgängerin erschaffen lassen. Sie wächst abgeschottet von der Außenwelt auf und hat nur eine Bestimmung: die echte Amarra im Todesfall zu ersetzen. Darum muss sie wissen, was Amarra weiß; essen, was Amarra isst; lesen, was Amarra liest. Und obwohl sie nur lieben darf, wen Amarra liebt, verliebt sie sich Sean, einen ihrer Betreuer - ein lebensgefährlicher Verstoß gegen die Spielregeln eines grausamen Experiments.

 Zur Aufmachung:
Ähm, das deutsche Cover is ja ma derbe Uglyyy! Also mir gefällt es überhaupt nicht ôo Das englische ist eingentlich ganz OK, aber so richtig Bombe finde ich es nicht. Es ist aber eigentlich ganz schön :P

Rezension:
Okay, irgendwie wusste ich ewig nicht, was ich zu diesem Buch schreiben sollte. Ich weis es ehrlichgesagt auch immernoch nicht. Das Buch war gut, aber so toll wie es von manchen angepriesen wird, leider nicht.
Die Idee ist echt gut, es geht darum, dass ein Ersatz eines geliebten Menschen geschaffen wird, den man im Falle des Todes herholen kann, mit der Hoffnung behaftet, dass die Seele des verstorbenen auf den neuen Körper übergeht, der jedoch in allen Fällen nur so tut als ob, und in wirklichkeit seine ganz eigene Persönlichkeit hat. Das Buch gibt auf jeden Fall viele Denkanstöße über die Ethik der Menschheit. Gott spielen, Sehnsüchte, Menschen töten, Verrat, Trauer, Zuneinung, all das und viel Mehr spielt eine Rolle in diesem Buch und verleiht ihm eine große Emotionale tiefe. Vorallem Eve und ihr Wunsch für ein eigenes Leben ist sehr emotional beschrieben und man kann ihren Wunsch bis ins kleinste Nachvollziehen. Die Handlungen der "normalen" Menschen, die Echos als Monster ansehen, kann ich hingegen überhaupt nicht nachvollziehen. Natürlich kann man aus der Zuschauerperspektive und aus Eves Sicht nicht wirklich objektiv urteilen, aber Menschen als Monster zu bezeichnen und zu jagen, nur weil sie künstlich erschaffen worden sind, verstehe ich nicht.
Das Buch ist sehr gut und ausführlich geschrieben, aber hat auch einige Längen. Die Autorin wurde zum Schreiben dieses Buches durch Frankenstein inspiriert, und das merkt man auch, denn es wird andauernd erwähnt. Zufällig möchte nämlich auch die Protagonistin auch umbedingt das Buch lesen, und fand es "wunderschön". Solche Zusammenhänge finde ich in der Regel ehrlichgesagt recht nervig.
Mein größter Kritikpunkt an diesem Buch ist die Logik. Eve soll als Kopie genauso sein wie Amarra ihr Original, wächst allerdings ganz anders auf. Natürlich lernt sie alles was Amarra lernt und isst das selbe wie sie, hat aber ganz andere Menschen um sich herum, für die sie natürlich Gefühle entwickelt und die sie in ihrer Entwicklung prägen. Zudem wohnt sie in England und Amarra in Amerika, daher haben die beiden auch einen ganz anderen Dialekt, Sinn? Die Illusion wäre eigentlich nur perfekt gewesen wenn sie in einer Art Cmputeranimation aufgewachsen wäre in der sie das Leben von Amarra auch lebt. Aber es wurde nur halbherzig versucht sie zu Amarra zu machen und sonst ziemlich geschlampt. Und dann wundern sie sich, dass Eve nicht perfekt geworden ist. ôo
Wer mehr über Eve und ihre Geschichte wissen möchte, muss sich das Buch kaufen und selber lesen, am Ende wartet auch noch ein kleiner Showdown, der mich alledings nicht ganz überzeugen konnte.
Nunja, ich denke das Buch wird Vielen gefallen und ich empfehle es so ziemlich uneingeschränkt weiter.

Fazit:
Ein gutes Buch, mit einer wichtigen Botschaft, es regt auf jeden Fall zum Denken an. Allerdings hatte es für mich einige Längen.


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