Donnerstag, 22. November 2012

Buchrezension: Raum - Emma Donoghue




416 Seiten
Piper Verlag GmbH
(2011) Gebunden
ISBN: 9783492054669
Publikationssprache: Deutsch
19,99 Euro









Klappentext: 
Auch seinen fünften Geburtstag feiert Jack in Raum. Raum hat eine immer verschlossene Tür, ein  Oberlicht und ist 12 Quadratmeter groß. Dort lebt der Kleine mit seiner Mutter. Dort wurde er auch  geboren. Jack liebt es fernzusehen, denn da sieht er seine »Freunde«, die Cartoonfiguren. Aber er weiß, dass die Dinge hinter der Mattscheibe nicht echt sind - echt sind nur Ma, er und die Dinge in Raum. Bis der Tag kommt, an dem Ma ihm erklärt, dass es doch eine Welt da draußen gibt und dass sie versuchen müssen, aus Raum zu fliehen ...

Zur Aufmachung:
Nja, Titel und Cover sind perfekt, mehr kann ich eigentlich garnicht sagen~

Rezension:
Dieses Buch ist mal was ganz anderes, denn es ist aus der Perspektive eines 5 Jährigen geschrieben. Eines 5 Jährigen der nichts anderes kennt als seine Mama und das Leben in einem 12qm großen Raum.
Da ein 5-Jähriger die Geschichte erzählt ist der Schreibstil dementsprechend einfach. Was mich nur gewundert hat, war dass die Grammatik eigentlich immer gestimmt hat. Das Einzige was durchgehend Falsch war, waren die Artikel, so wird "Teppich" mal schnell zu einer "Sie" und anstatt "Ich setzt mich jetzt in die Badewanne" sagt Jack nur "Ich setz mich jetzt in Badewanne" lässt Artikel also einfach weg. Ich weis jetzt nicht, ob das zeigen soll dass er Gegenstände "vermenschlicht" oder ob es kindliche Fehler darstellen soll. Insgesamt hat mir der Schreibstil aber sehr sehr gut gefallen. Er zeigt, dass man nicht immer total ausführlich und formell schreiben muss, um gut zu schreiben.
Jacks Mutter erscheint oft gemein zu ihm, aber als Außenstehender kann man auch verstehen warum. Sie ist hier eingesperrt, eine Gefangene und für Jack ist der Raum sein zu Hause, also versteht er nicht, dass seine Mutter den Raum nicht mag und fliehen will und auch manchmal dementsprechend gereizt ist.
Ich kann garnicht viel über die Geschichte und die Elemente des Buches sagen, ohne zu viel zu verraten. Also nurnoch was mir an dem Buch nicht gefallen hat, dass waren zum einen Längen in der Geschichte und zum anderen der fehlende Spannungsbogen, denn man wusste eigentlich zu jeder Zeit was passieren wird. Und dann war es für mich noch sehr befremdlich, dass Jacks Mutter ihn mit 5 Jahren noch gestillt hat, seeeeehr komisch für mich zu lesen.
Nunja, das Buch hat definitiv nicht viel mit einem normalen "Schicksalsroman" gemein obwohl es um die selbe Thematik geht und ist dementsprechend mal was total neues in diesem Gebiet gewesen. 

Fazit:
Ein gutes Buch, dass sich am Anfang etwas gezogen hat, trotzdem gut und einzigartig war, leider aber keinen Spannungsbogen aufweisen konnte. Ich empfehle das Buch eigentlich jedem der sich für die Thematik interessiert.



 

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