Donnerstag, 10. Januar 2013

Buchrezension: Breathe - Sarah Crossan




373 Seiten
Altersempfehlung: ab 14
GREENWILLOW
(2012) Gebunden
ISBN: 9780062118691
Publikationssprache: Englisch

17.99 USD







432 Seiten
Altersempfehlung: ab 13
DTV Deutscher Taschenbuch
(2013) Gebunden
ISBN: 9783423760690
Publikationssprache: Deutsch
16,95 Euro







Klappentext:
Eine Welt ohne Sauerstoff. Alles scheint tot.Unter einer Glaskuppel gibt es nur wenige Überlebende:
Alina, hat sich schon vor Langem den Rebellen angeschlossen, die gegen die Allmacht von »Breathe« kämpfen, und wurde nie gefasst. Bis jetzt...
Quinn, will als Sohn eines ranghohen »Breathe«-Direktors eigentlich nur einen harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Bis er dort auf Alina trifft...
Bea, Tochter eines Bürgers zweiter Klasse, wollte den Trip raus aus der Kuppel nutzen, um Quinn endlich für sich zu gewinnen. Doch dann taucht Alina auf...
Die Begegnung mit Alina verändert für Bea und Quinn alles.

Reihe:
1. Breathe
2. Resist (2013)
3. ?

Zur Aufmachung:
Das originale Cover sieht sehr schön aus, aber Einiges daran hat mich wegen dem Inhalt des Buches etwas gestört. Zum einen habe ich mir den "Pod", also die Glaskuppel, ziemlich anders vorgestellt. Ich habe es mir so gedacht, dass an einer Seite eine Art Mauer oder Felswand ist an der dann eine Viertelkugel Glas "anlehnt", also nicht so freistehend wie hier. Und dann dieser eingetrocknete Boden... Also im Buch wird mehr als einmal gesagt dass draußen noch alle Jahreszeiten und Wetterbedingungen relativ normal geblieben sind, also regnet es auch noch andauernd, warum ist nun der Boden so vertrocknet?! Nunja, trotzdem finde ich das Cover eigentlich gut gelungen. Der Titel passt aber perfekt zum Buch~
Die deutsche Aufmachung gefällt mir auch sehr gut, es macht nur keinen Sinn, dass eine Person auf der anderen Seite der Kuppel ist. xD

Rezension:
Hier haben wir eine typische Dystopie. Die Regierung manipuliert und kontrolliert alles, ein paar Jugendliche kommen dahinter und unternehmen was dagegen. Soweit so gut. Ab hier noch nichts neues, was aber neu war, war die eigentliche Grundidee. Menschen leben unter einer Kuppel mit Sauerstoff weil man außerhalb nicht mehr überleben kann und nur die Priviligierten können so viel atmen wie sie wollen, denn sie können es bezahlen. Die Unter-und Mittelschicht hingegen, können nicht einmal Joggen gehen oder miteinander schlafen, denn es verbraucht zu viel Suerstoff, der Geld kostet, dass sie nicht haben. Diese Idee fand ich sehr interessant und auch mal was innovatives. Allerdings muss bei jeder Innovation auch eine Erklärung geliefert werden, denn sonst versteht ja keiner wie es funktioniert und genau das fehlt hier. Dem Leser wird weder erklärt wie das mit der Sauerstoffgewinnung funktioniert, noch wie diese große Glaskuppel enstanden ist. Sowas wächst ja nicht auf Bäumen. Apropos Bäume, die kommen auch in dem Buch vor, doch ihre Rolle ist mir irgendwie nicht ganz klar. Die Rebellen wollen Bäume beschützen, die Regierung sagt sie brauchen die Bäume nicht mehr, weil sie Sauerstoff auch so gewinnen können. Und wie geht das? Künstliche Photosynthese, oder wie? Auch hier fehlt eine Erklärung. So ging es mir an vielen Stellen mit diesem Buch, es fehlten einfach ein paar Erklärungen und somit enstanden einige Lücken die hoffentlich in den Folgebänden noch geschlossen werden, meiner Meinung nach hätte das allerdings schon hier passieren müssen.
Nun die Charaktere. Da haben wir einmal Alina, die Rebellin. Normalerweise total mein Charakter: hübsch, stark, schlau. Aber irgendwie konnte ich sie überhaupt nicht leiden. Sie war mir einfach zu arrogant, egoistisch und manipulativ, und obwohl sie sich am Ende ins positive entwickelt hat, mochte ich diesen Charakter einfach nicht. Dann gibt es da noch Quinn, einen "Adligen" der sich in aller verguckt was hübsch ist, dem es aber irgendwie an bissfestigkeit fehlt. Außerdem übersieht er das Offensichtliche quasi dauerhaft, unter anderem auch seine beste Freundin Bea. Mein Lieblingscharakter in diesem Buch. Sie entstammt der Unterschicht und ist unglücklich in Quinn verliebt. Diese Art der Liebesbeziehung habe ich noch nicht oft in YA Büchern gesehen. Meistens ist es ein Mädel dass noch nie en Freund hatte, plötzlich kommt en neuer superheißer Typ der nur von ihr was will, bla bla. Aber Bea hegt wirklich tiefe Gefühle für Quinn und würde alles für ihn tun, auch wenn er ihre Gefühle nicht erwiedert. Ich hätte gern mehr von dieser Entwicklung gelesen, wie er langsam aber sicher erkennt, wie toll sie doch ist und beginnt ihre Gefühle zu erwiedern. Aber leider ändert sich das Schlagartig und schwupps sind sie zusammen, und der ganze Zauber dieser unerfüllten Liebe ist aufeinmal verpufft. Schade, da hätte die Autorin bei mir einiges rausholen können.
Das Buch ist abwechselnd aus Alinas, Quinns und Beas Perspektive geschrieben, wobei ich Beas am liebsten und Alinas am wenigsten gern gelesen habe. Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen, jedoch nichts besonderes. Der Verlauf der Geschichte hat mir eigentlch ganz gut gefallen und es waren auch einige Überraschungen dabei, jedoch gab es auch einige vorhersehbare Stellen. Leider konnte mich das Ende des Buches nicht so ganz überzeugen, aber ich bin schon gespannt was die Folgebände für uns bereit halten.

Fazit:
Eine gute Dystopie mit ein paar Logiklücken, aber guten Charakteren, einer interessanten Liebesgeschichte, die sich für mich doch dann zu schnell entwickelt hat und leider einem etwas enttäuschenden Finale. Fans von Dystopien sollten jedoch mal einen Blick auf dieses Buch werfen.



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