Samstag, 12. Januar 2013

Buchrezension: Eve & Adam - Michael Grant




291 Seiten
Altersempfehlung: ab 13
FEIWEL & FRIENDS
(2012) Gebunden
ISBN: 9780312583514
Publikationssprache: Englisch
 

17.99 USD








Klappentext:
And girl created boy…
In the beginning, there was an apple—
And then there was a car crash, a horrible injury, and a hospital. But before Evening Spiker’s head clears a strange boy named Solo is rushing her to her mother’s research facility. There, under the best care available, Eve is left alone to heal.
Just when Eve thinks she will die—not from her injuries, but from boredom—her mother gives her a special project: Create the perfect boy.
Using an amazingly detailed simulation, Eve starts building a boy from the ground up. Eve is creating Adam. And he will be just perfect... won’t he?

Zur Aufmachung:
Das Cover ist wirklich wunderschön, ich finde es total cool, das Einzige das mich stört ist dieser Blitz, den hätten sie auch weglassen können. Außerdem passt es gut zur Geschichte, wenn man mal von dem BinärCode im Hintergrund absieht, denn es wird zwar mit Computern gearbeitet, aber keiner erklärt wie, von daher geh mir das zu tief.. Der Titel ist auch sehr passend. Allgemein finde ich die Aufmachung gut gelungen.

Rezension:
Auch dieses Buch ist ein Beispiel für eine tolle Idee, aber eine nicht ganz so tolle Umsetzung. Die Idee ist für mich relitv neu, ein Mädchen kann sich am PC den perfekten Jungen gestalten. In der Umsetzung kommt das allerdings weitaus zu kurz. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die beiden Autoren zu viele Ideen für nur 291 Seiten hatten. Teilweise hat man das Gefühl die Handlung verläuft einfach zu schnell. Hinzu kommt noch, dass ich mir von dem Buch etwas komplett anderes erwartet habe. Ich dachte das wird eine Art Neuerzählung der Geschichte um Adam und Eva, in einem dystopischen Setting. Leider nein. Dieses Buch, dass ein tolles, innovatives, packendes Superbuch hätte werden können, macht leider nichts anderes als alle Klischees, die so auf dem YA Markt üblich sind, zu bedienen. Love-Triangle, InstantLiebe, jungfräuliche Protagonistin die noch nie nen Freund hatte (und vieles mehr) werden hier natürlich nicht ausgelassen. Man hat das Gefühl, all die tollen Ideen mussten einer schlechten Lovestory weichen, und das hat mich ziemlich enttäuscht. Zudem war der komplette Handlungsverlauf für mich ziemlich unverständlich und komisch. Dabei kommt der ganze "Ich bau mir meinen Traumtyp" Part auf den ich mich so sehr gefreut hatte, viel zu kurz. Es wird eigentlich nur nebenher erwähnt währens Eve sich mit ganz anderen Sachen rumschlägt, die meiner Meinung nach einfach hätten weggelassen werden können.
Die Charaktere, nun, Eve, unser Hauptcharakter war ganz OK. Sie war keine verzogene Göre, wie man das hätte denken können, bei so einer wohlhabenden Familie. Aber sie war keine Symphatieträgerin für mich. Solo, war ganz nett, aber wieder einmal so ein typischer Sunny-Surfer-Traumtyp-Klischee-Charakter. Die beiden machen auch Null Charakterentwicklung durch, sie treten die ganze Zeit auf gleicher Stelle. Leider. Und das allerschlimmste ist, es herrscht überhaupt keine Chemie zwischen den beiden.
 Am besten haben mir noch Eves Mutter (eine Mischung aus Bree von DesperateHousewives Staffel 1, Pam aus True Blood und einem Roboter) und Eves beste Freundin Aislin (Alkoholikerin und Superschlampe) gefallen. Was ich allerdings nicht über Aislins Nebengeschichte sagen kann.
Ok, was ich jetzt noch anmerken muss ist das Thema "Äpfel". Ja, sie wollten einen zusammenhang mit "Adam und Eva" schaffen, nein das ist ihnen nicht gut gelungen, ja es war viel zu offensichtlich. Nicht nur, dass quasi jeder "Apple" Produkte wie IPod, IPad, IPhone, MacBook, etc benutzt, nein Eve hat auch einen Apfel in der Hand als sie ihren Autounfall hat und denkt die ganze Zeit an die "verbotene Frucht" wenn sie "Adam" kreiert. Ich muss erhlich sagen, dass ich so offensichtliche Anspielungen wirklich nicht leiden kann.
So, das ganze hört sich jetzt vermutlich viel schlimmer an als es ist. Ich habe das Buch trotz allem gemocht, aber es gibt einfach auch viel zu kritisieren. Ich kann es gut verstehen, wenn jemand dieses Buch nicht mag, ich habe es allerdings ganz gerne gelesen. Wahrscheinlich spricht das Buch eher jüngeres Publikum an. Naja, liebes Buch, es liegt nicht an dir, sondern an mir, ich bin zu Alt und erfahren in YA für dich, aber Neulinge werden sicher Gefallen an dir finden. Solange siehst du bitte weiterhin hübsch aus in meinem Regal, danke.^^

Fazit:
Eine gute Idee, leider keine so gute Ausführung. Man hätte hier sehr viel sehr viel besser machen können und das ist schade, dennoch war es ein gutes Buch, welches mich gut unterhalten hat.

 
  

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