Samstag, 9. März 2013

Buchrezension: Defiance - C.J. Redwine




408 Seiten
Altersempfehlung: ab 13
Balzer & Bray/Harperteen
(2012) Gebunden
ISBN: 9780062117182
Publikationssprache: Englisch

17.99 USD








Klappentext:
Within the walls of Baalboden, beneath the shadow of the city's brutal leader, Rachel Adams has a secret. While other girls sew dresses and obey their male Protectors, Rachel knows how to survive in the wilderness and deftly wield a sword. When her father, Jared, fails to return from a courier mission and is declared dead, the Commander assigns Rachel a new Protector, her father's apprentice, Logan--the same boy Rachel declared her love for two years ago, and the same one who handed her heart right back to her. Left with nothing but a fierce belief in her father's survival, Rachel decides to escape and find him herself. But treason against the Commander carries a heavy price, and what awaits her in the Wasteland could destroy her.
At nineteen, Logan McEntire is many things. Orphan. Outcast. Inventor. As apprentice to the city's top courier, Logan is focused on learning his trade so he can escape the tyranny of Baalboden. But his plan never included being responsible for his mentor's impulsive daughter. Logan is determined to protect her, but when his escape plan goes wrong and Rachel pays the price, he realizes he has more at stake than disappointing Jared.
As Rachel and Logan battle their way through the Wasteland, stalked by a monster that can't be killed and an army of assassins out for blood, they discover romance, heartbreak, and a truth that will incite a war decades in the making.
 

Reihe:
1. Defiance
2. Deception (2013)
3. ?

Zur Aufmachung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, auch wenn ich mir den Armreif von Rachel anders vorgestellt habe, zudem fehlt die Kette, aber vom Aussehen her trifft es das für mich ziemlich genau. Mir gefällt, dass man unten dunkel eine Stadtfestung erkennen kann, was wahrscheinlich Baalboden sein soll. Auch die Stadt habe ich mir so ähnlich vorgestellt. Der Titel passt meiner Meinung nach auch sehr gut. Alles in Allem eine gelungene Aufmachung.

Rezension:
Also ich kann gleich mal vorweg nehmen, ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch. Ich kam einfach nicht rein, ich mochte die Protagonistin nicht, ich mochte die Idee hinter der Story nicht und noch weniger mochte ich Logan und Rachel, unsere Hauptcharaktere, die offensichtlich irgendwann im Laufe des Buches zusammenkommen, als Paar. Und damit hatte das Buch einen wirklich schlechten Start und ich muss sagen, dass ich bis Seite 150 zu Beginn jedes Kapitels kurz davor war das Buch abzubrechen. Im Endeffekt bin ich eigentlich ganz froh, dass ich es durchgezogen habe. Denn ab da hat sich das Buch definitiv um Welten gebessert. Die Charaktere wurden symphatischer, ihre Handlungen nachvollziehbarer und der Plot interessant. Wenn die Autorin den Stil so in der Fortsetung wieder aufgreift wird das definitiv ein gutes Buch. Ich werde es mir auf jeden Fall mal anschauen, dass steht fest. Beten wir alle dass der Anfang dieses Buches einfach nur "Startschwierigkeiten" waren.
Ja, nun gehen wir mal ins Detail. Wir haben hier einmal Rachel, ein störrisches Kind, dass wegen zurückgewiesener Gefühle vor ein paar Jahren, Logan total hasst. Ja nee is klar. Nebenbei hat sie rote Haare, was irgenwie als neues YA-Schönheitsideal gefeiert wird habe ich das Gefühl, und ist natürlich wuuuuuuuunderschön. Manchmal frage ich mich echt was sich die Autoren bei ihren Charakteren denken. In so jemanden kann sich doch niemand hineinversetzen. Ich würde viel lieber mal etwas von einem durchschnittlichen oder übergewichtigen Mädchen lesen als von diesen absoluten Schönheiten andauernd.
Logan hat mir als Charakter sehr gut gefallen, ein Weisenjunge, dem eine zweite Chance gegeben wurde und der diese auch mehr als nutzt. Er ist ruhig und durchdacht, plant alles ins kleinste Detail, ist aber dann auch oft unvorbereitet wenn es nicht so läuft wie er sich das vorstellt. An dieser Stelle muss ich auch mal den Schreibstil erwähnen. Das Buch ist eigentlich ganz gut geschrieben und lies sich flüssig lesen, aber die Gedankenwelt von Logan wurde so sehr von "Worst Case Szenario & Best Case Szenario" Plänen beherrscht, dass es einfach nur genervt hat. Bei ALLEM was er tut denkt er das so durch. "Ich muss aufs Klo, Best Case Szenario: das Bad ist frei, Bad Case Szenario: das Bad ist belegt komme aber gleich rein, Worst Case Szenario: ich muss ewig warten..." ARGHH! Irgendwann rollen sich einem da nurnoch die Fußnägel hoch >_> Mal abgesehen davon dass seine Pläne eigentlich immer schief gehen und im WorstCase enden.^^
 Die Beziehung der Beiden habe ich ja wie schon anfangs erwähnt, so gut wie garnicht gemocht. Besonders auf den ersten 150 Seiten hat das mir besondere Kopfschmerzen bereitet. Ich fand sogar dass die beiden SO wenig Chemie miteinander hatten wie noch kein anderes Paar in einem Buch das ich gelesen habe. Und so kam es auch, dass mir das Buch erst gefallen hat, als die beiden getrennt voneinander ihre eigenen Handlungsstränge hatten. Als sie sich dann wieder getroffen haben wars gottseidank nicht mehr ganz so schlimm und am Ende fand ich die Beziehung der beiden sogar ganz gut.
Zur Story. Ja also ich finde die Idee mal so überhaupt nicht originell. Bürger hinter Mauern eingeschlossen. Tyrannischer Anführer. Dumme Gesetze die keiner nachvollziehen kann, die aber das Leben der Protagonistin erschweren (Ja ich fand dieses ganze Protector Gedönz ziemlich sinnlos. Wenn man schon so etwas in einem Buch anbringt muss man das auch gescheit begründen. Mir ist immernoch nicht klar, warum es diese Gesetze gibt.) Mädel und Junge werden aus irgendeinem Grund gezwungen Zusammenzuleben. Beide sind Voll- oder Halbwaisen. Das Mädel wurde im geheimen ausgebildet in der Wildnis zu überleben. Sie gehen in die Wildniss (Say what?!). Kommen irgendwie zusammen. Entdecken da etwas "OMG PLOTTWIST"-Mäßiges. Gehen zurück. Versuchen die Welt zu verändern. Cliffhanger!
Ja und das wars auch schon so im großen und ganzen. Hinundwieder weicht die Story von diesem Schema etwas ab, aber nur hin und wieder. Das Einzige was ich wirklich mochte an der Geschichte waren die Fatasyelemente, mit denen ich eigentlich garnicht gerechnet habe.
Ich will jetzt eigentlich auch nicht die ganze Zeit über das Buch herziehen, ich fand es ja ganz gut am Ende, aber meiner Meinung nach sollte man sich nochmal überlegen ob man über diese ganzen Aspekte hinwegsehen kann oder will.

Fazit:
Hachja, Defiance war glaube ich einfach nicht für mich. Den ersten 150 Seiten würde ich 2 Sterne geben, dem Rest 4. Ich freue mich, dass mich diese Geschichte noch packen konnte, aber ich war wirklich kurz vorm Abbruch. Ich werde Band 2 auf jeden Fall eine Chance geben, denn ich habe die Hoffnung, dass das gute Niveau erhalten bleibt.


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