Mittwoch, 6. März 2013

Buchrezension: Vessel - Sarah Beth Durst




424 Seiten
Altersempfehlung: ab 12
MARGARET K MCELDERRY BOOK
(2012) Gebunden
ISBN: 9781442423763
Publikationssprache: Englisch

16.99 USD 








Klappentext:
Liyana has trained her entire life to be the vessel of a goddess. She will dance and summon her tribe's deity, who will inhabit Liyana's body and use magic to bring rain to the desert. But when the dance ends, Liyana is still there. Her tribe is furious--and sure that it is Liyana's fault. Abandoned by her tribe, Liyana expects to die in the desert. Until a boy walks out of the dust in search of her.
Korbyn is a god inside his vessel, and a trickster god at that. He tells Liyana that five other gods are missing, and they set off across the desert in search of the other vessels. The desert tribes cannot survive without the magic of their gods. But the journey is dangerous, even with a god’s help. And not everyone is willing to believe the trickster god’s tale.
The closer she grows to Korbyn, the less Liyana wants to disappear to make way for her goddess. But she has no choice--she must die for her tribe to live. Unless a trickster god can help her to trick fate--or a human girl can muster some magic of her own.

Zur Aufmachung:
 Das Cover ist einfach wunderschön, auch wenn ich sagen muss, dass ich mir Liyana nicht so vorgestellt habe wie sie hier abgebildet ist. Auch ihre Kleidung hatte ich mir anders vorgestellt, aber die Stimmung des Covers passt sehr gut zu der Stimmung des Buches. Der Titel passt perfekt.

Rezension:
Ich habe dieses Buch geliebt, die ersten 300 Seiten lang, und danach... leider nicht mehr so. Hachja. Ich fand den Schreibstil, die Stimmung und die Entwicklung des Buches klasse. Ganz zu schweigen von der Idee. Und bis zu einem gewissen Punkt war alles wunderbar. Doch dann ging alles ganz schnell. Love Triangle, Action, Action, Ende. Hä? Ich will ja nichts von der Geschichte spoilern, auch wenn ich grad echt das Bedürfnis hätte gewisse Aspekte zu diskutieren. Aber die Handlungen und Gefühle der Protagonistin Liyana waren für mich am Ende überhaupt nicht mehr nachvollziehbar. Und auch die Handlungen mancher Nebencharaktere, geschweige denn die der Götter haben mich nur mit dem fetten Fragezeichen im Kopf hinterlassen.
Ich hatte stellenweise das Gefühl am Ende, ich lese keine Buch mehr sondern ein Drehbuch. Als hätte die Autorin versucht es dem Leser als einen Film zu verkaufen, woran sie leider gescheitert ist. Wobei ich aber denke dass eine Verfilmung zu diesem Buch genial werden könnte.
Nichtsdestotrotz habe ich hier ein gutes Buch gelesen, das eine Story vorweisen konnte die ich so noch nirgens gesehen habe. Allein das Setting, die Wüste, fand ich schon super. Wobei ich ja wirklich nicht verstehen kann warum Stämme und Völker in der Wüste leben, bzw leben wollen. Man kann es sich auch schwer machen, klar ist das ein Überlebenskampf, einen den man nicht führen muss, sondern willinglich auf sich nimmt. Ich frage mich was die Menschen dazu getrieben hat zu beschließen "Los wir besiedeln jetzt die Wüste, ein Land in dem es nichts gibt außer Sand, wooohooo!" Öh? xP
Widmen wir uns mal unserem Hauptcharakter, Liyana. Sie ist dazu bestimmt die "Hülle" für die Göttin ihres Stammes zu werden. Die Göttin wird ihrem Stamm wieder auf die Beine helfen mit ihrer Magie, allerdings muss Liyana sterben um der Göttin ihren Körper zu überlassen. Als die Göttin beschwört wird, kommt sie nicht, und Liyana wird als nicht gut genug für die Göttin abgestempelt und allein von ihrem Stamm zurückgelassen. Dann taucht Korbyn auf, der Gott eines anderen Stammes und der Geliebte von Liyanas Göttin und erzählt ihr, dass alle anderen Götter entführt wurden und gerettet werden müssen. So beginnt die Reise der Beiden zu den anderen Stämmen und sie treffen nacheinander die anderen "Hüllen" die sie auf ihrer Suche nach den Göttern begleiten sollen. Man könnte meinen dieses "Wir gehen zum Stamm der Pferde", "Jetzt gehen wir zum Scorpionstamm", "Jetzt gehen wir zum Seidenstamm" könnte irgendwann langweilig und eintönig werden, aber irgendwie hat es mir sehr gut gefallen mehr über die Kultur der einzelnen Stämme zu erfahren und die neuen Charaktere kennenzulernen.
Wir begleiten nun Liyana und Korbyn auf ihrer Reise zur befreiung der Götter und diese beiden Charaktere lernt der Leser dabei kennen und lieben. Ich fand sie einfach toll. Auch die Beziehung der beiden hat mir sehr gut gefallen, die Chemie hat einfach gestimmt. Was mir eigentlich am allerbesten an diesem Buch gefallen hat, waren die Sagen um die Geschichte der Götter und der Wüste, bzw der Stämme die Korbyn und Liyana sich gegenseitig erzählen. Diese waren einfach wunderschön erzählt. Ich hätte mir jede einzelne Geschichte in mein Buch der schönen Sätze geschrieben, wenn ich eines hätte.^^ 
Nunja, was soll ich sagen, das Buch war gut keine Frage. Ich denke man sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf den Klappentext wagen, und wenn die Idee einem zusagt würde ich definitiv zuschlagen~

Fazit:
Ein gutes Buch, bei dem es mir leider am Ende etwas zu schnell ging. Aber die ganze Geschichte, die Idee, die Charaktere und die Stimmung des Buches konnten mich regelrecht in ihren Bann ziehen.



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