Freitag, 14. Februar 2014

[Rezension] - Maus (Spiegelman)



Klappentext:
Die Geschichte von Maus veränderte über Nacht die Geschichte des Comic Strips – aus Kult wurde Kunst. Berichtet wird die authentische Lebensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman. In Queens, New York, schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, er erzählt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Art Spiegelman hat diese Geschichte aufgezeichnet, indem er das Unaussprechliche Tieren in dem Mund legt: Die Juden sind Mäuse, die Deutschen Katzen
 ISBN-13: 978-3596180943

Meine Meinung: 
Geschichten über die Verbrechen der Nazis gibt es viele, sehr viele. Was diese jetzt so besonders macht ist nicht nur dass sie in Comicform erzählt wird, sondern das ganze Drumrum.
Art Spiegelman möchte hier wirklich die Geschichte seines Vaters erzählen, und lässt dabei auch nichts aus. So wird neben der Geschichte wie sein Vater den Holocaust überlebt hat, auch von seinem Leben in der Gegenwart erzählt. Man merkt gleich wie sehr Vlatek vom Krieg gezeichnet ist und wie ihn den Verlust von bestimmten Menschen, auch nach dem Krieg, geprägt hat. Und deshalb fühlt sich "Maus" so viel echter an als andere Holocaust-Stories. Wir haben hier wirklich echte Persönlichkeiten und Menschen, die mit normalen Problemen zu kämpfen haben, mag das nun Geld, das Alter oder Liebeskummer sein. Ich habe in vielen anderen Geschichten über den Holocaust immer das Gefühl sie wird nur aus der Opferrolle erzählt und die wirkliche Persönlichkeit des Menschen fehlt. Natürlich waren die Juden Opfer der Nazis und das soll jetzt auf keinen Fall so klingen als hätten sie irgendeine Mitschuld. Ich möchte nur sagen, dass Menschen nie perfekt sind und sich eben durch diese Charakterschwächen ausmachen. Wenn ich allerdings nur lese wie sehr sie Opfer waren und nichts anderes, dann fehlt mir ein bisschen der Bezug zu diesem Charakter.
Allgemein hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen und ich bin geneigt vielleicht öfter Comics und nicht nur Mangas zu lesen. Ich habe wirklich nur einen kleinen Kritikpunkt und zwar hätte ich mir nach der Befreiung durch die Aliierten und Vlateks Heimkehr nach Polen noch ein bisschen mehr gewünscht. Wie geht es weiter, wie baut er sein Leben wieder auf, etc. Aber im Endeffekt war es nicht schlimm dass das weggelassen wurde.
Wer gerne Comics (oder Mangas) liest und sich für die Thematik interessiert, dem wird dieses Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen